Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1857)
- Date
- 1857-06-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau. 205 statt soll eine BilbungSschule für israelitische Knaben gegründet werden; taS fti ein Werk des Geistes des Fortschrittes, der sich unter den IS- ^eiitei, rege?- — Wie! Dieselben, die sich von Darmstadt trennen wollen, ix«! die Gemeinde dem Sortschritte huldige, wollen eine Schule gründen, dem Fortschritte j» Liebe? — -Erkläre mir, Gras Oerindur, dies Räthsel der Natur!- - Man sieht wohl voran, wie die Täuschung vom Satan komme und den Geist des Widerspruches in sich berge. — Allein wir frageu be« scheiden: Unter wessen Leitung uuo wo soll diese dem ^Fortschritte" gewidmete Lehranstalt beliehen? Wie verlautt-r soll ein gewijtzr Dr. L. -Oberleh.^ rer," wohl auch Tcminardirettor <'.'.), werden, von dessen Onkels und Freunden, zu denen namentlich der bisherige Rabbiner Vi. A. dahier gehört, das ganze Unternehmen ausgegangen ist. Nun aber hat dieser Herr -Doctor," als er aus der Universität Gießen studierte, sich benachbartes Fleisch kommen lassen, weil ihm die -5?cdt.>ckitsin Gießen nicht -kosedsrwar; begeht er also nicht einen Herrath an seinem System, wenn er einer Anstalt t>«S ^Fortschrittes" vorst-hc? — Und wie kommt er zur Anwartschaft, kaum aus dem Ei gekrochen, gar ein Lehrer von Lehrern zu werden? Angenommen er hätte in den drei Vierteljahren seines Studiums zu Gießen Philosophie, Theologie, Pädagogik — Alles geschluckt und verdaut — hat er dennim Praktischen auch nur schon als Uuterlchrer sich bewährt, daß er bereits Oberlehrer Werden will? — Und wo soll diese Anstalt bestehen? In Pfungstadt? wo die Ztreirigkeiten in der Synagoge zuweilen so -handgreiflicher» Natur find, daß einmal über das Absingen eines „I-svd» Ooäi« ein solcher Skandal entstand, der eine langwierige Untersuchung zur Folge hatte? — Älso nach solchen Mustern sollen unsere Kinvec und ihre Bildner sich bilden? — O die Gemeinden, die in einem gedruklen Aufrufe, unterzeichnet von namenlosen Handslsleuten, die wahrscheinlich sie - Schulräth^ werde» sollen, aufgefor-!ert wurden, freiwillige Beiträge zu liefern, und aus Unverstand bewilligt haben, sie werden ihre Nebereilung tief zu bereuen haben, invem der Relistwnsunterricht. rer in hiesiger Gegend so sehr darniederliegt, dadurch feinen letzten Schlag erleidet, daß der zur Verbesserung der erbärmlich geringen Lehrergehallt höchst dringeud erforderliche Zuschuß nach Pfungstadt fließt und voraussichtlich dadurch jene Gehalte noch verringert werden, so daß ein fernerer Bestand der Lehrer in hiesiger Gegend, namentlich in kleineren Gemeinden, als unmöglich wird zu betrachten sein! — Einsender dieses hat gar kein Interesse an der Sache, als das des allgemeinen Wohls; glaubt aber seine Stimme erheben zu müssen, weun die Heuchelei so weit geht, öffentlich Finsterniß Licht zu nennen. — Zur Charakterisirung von Personen und Dingen Hai derselbe übrigens, wenn die Sache nicht beruhen sollt-, noch interessante Details In petto. — Aus dem Kreise Vilbel- (Corresp.) Wenn auch das Verhälkniß der israelitischen Religionsschule und deren Lehrer bis jetzt noch nicht derart war. den dabei unmittelbar Betheiligten, Freude, Eifer und Muth in ihrem