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Der israelitische Volkslehrer · 1857-06-01 · Heft 6 (Juni 1857) · page 33

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 6 (Juni 1857)
Date
1857-06-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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lieber Haester'S Lkskbuch. 201 Kr. K. die Wirksamkeit Napoleons für die Erlösung Israels vom Zocke niedriger Porurtheile; allein ich bin darum kein so blinder Verehrer deö großen Schlachtenmeisters, daß ich wähnen »Me. er habe alle ErvberungSzüge gemacht, um die Völker;u beglücken und ibuen Die Palme deS Friedens zu reichen. Welche )eeen demnach auch immerhin in Vreußen gegen die Juden herrsiten mögen. Napoleons Erobernngs Politik erscheint dadurch in keinem günstigern Lichte. Ick' kann darum auch nicht begreifen, inwiefern eine Verabscheuung ungerechter Kriege eine Versündigung ^egen daS Iudentbum einschließt. verhalt sich also mit diesem Mißgriff nicht anders, als mit dem andern Mißgriss des Hrn. K. Was die Behauptung des Rccensenien, das H.'sche Lesebuch berücksichtige vorzugsweise Landschulen, die den Sommer über beinah gar nichts oder nur wenig leisten können, anbetrifft, so stelle ich derselben nur die Thatsache entgegen, daji bereits im Zahre 1853 dieses Lehrbuch in mehr denn 40 Städten, unter weichen BerUn, Brannschweig, Gotha, Hamburg :c. sich befinden, eingeführt w.ir. Die Art und Weise, wie K. seine Behauptung begründet, ist zu lar, als daß sie gegenüber einer solchen Thatsache noch einer andern Widerlegung bedürfte. Seine Meinung, daß an allen Orten, wo israelitische Schulen bestehen, mehr gelüstet werden könne, als das H.'sche Buch bietet, ist leider eine süße Illusion der sich nur derjenige hingeben kann, welcher über einen großen Tbeil israelitischer Volksschulen völlig im Unktaren ist-, ja wir möchten wohl sagen, daß er sich überhaupt mit dem Organismus einer jüdischen Schule, die in der Regel nur von einem Lehrer geleitet wird, welcher außer den Fächern jeder christlichen Volksschule auch noch den spezifisch Mischen Lehrgegenständen die nöthige Zeit anweisen muß, — nicht vollkommen vertraut gemacht hat. sonst könnte er über Vertheilung der Zeit nicht so urthcilen, wie er es thut. Was K. über die Einrichtung eines Lesebuchs beranbringt, ist nichts Neues, enthalt vielmehr nur Ansichten, die schon oft ausgesprochen und ausgeführt sind. Cr will, wenn wir ihn recht verstanden haben, kein Nealbuch, sondern vorzüglich ein Unterhaltungsbuch, welches eine reiche Auswahl poetischer nnd prosaischer Stücke aus den deutschen Classikern zc, bietet. Abgesehen davon, daß er anch nach dieser Richtung hin in seinen Ansprüchen an ein Lesebuch für die Volksschule viel zu weit geht, versprechen wir uns von einem Realbucht, in welchem auch durch geeignete Lesestücke für das Gemüch entsprechend gesorgt ist, für unsere jüdischen Schulen einen größern Nutzen, Die Herren' Lehrer mögen prüfen — und dann entscheiden, ob das quaest. Buch, welches 40 Bogen cirea stark ist, NI. 15

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