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Der israelitische Volkslehrer · 1857-06-01 · Heft 6 (Juni 1857) · page 34

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 6 (Juni 1857)
Date
1857-06-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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202 Receusionen. so weit bitrttr den Anforderungen, die eine vernünftige Kritik aufstellen kann, zurückgeblieben ist. Die übrigen Ausstellungen deö Hrn. K. sind nebensächlicher Natur und bedürfen der Widerlegung nicht. Kein Bucb ist vollkommen, also auch nicht das vorliegende, das gesteben wir gern zu. und wird gewiß Hr. Heäi Winke von Sach- und Fachkennern dankbar annehmen und später benutzen. Unfere Absicht war eö lediglich, zu zeigen, daß das Buch m seiner Totalität nicht auf dem niedrigen Standpunkt! steht, auf den eS Hr. K. hinstellt und daß der Vorwurf, es szj spezifisch preußisch und durch die Bearbeitung desselben von vorne herein ein Mißgriff begangen worden, ein völlig grundlose? ist. Hr. Hecht möge übrigens dem freundlichen Rezensenten dafür danken, daß er am Schlüsse seines Artikels dein Buche einen so großen (!?) Kreis zuweist, nämlich die mindergehvbenen Landschulen, die in mehr ackerbautreibenden Gemeinde,? bestehen. Wahrscheinlich bat Hr. K. am Ende vergessen, was er anfänglich über „die israelitischen Schulen aller Orte" gesagt hat, sonst hakte er sich gewiß einen so handgreiflichen Widerspruch nicht zu Schulden kommen lassen. Wir haben schon am Eingänge dieser Entgegnung gesagt, daß wir uns auf die Beurtbeilun.z anderer jüdischen Blätter nicht beziehen wollen; es sei uns jedoch verstatttt, mit den folgenden Worten Diesterwea/6 über das H.'sche Lesebuclz, in den „Rheinischen Blättern für Erziehung und Unterricht" aus dem Jahre 1K53, zu schließen: „Die Stärke des Büches, 512 Seiten, wird nicht abschreckend „wirken; eine Schule, die nicht die ganze Masse des Stoffes zu „bewältigen im Stande ist, kann Manches übergehen oder M «Lesen im Hause empfehlen." — „Durch das ganze Werk ist die Schule um ein in seiner .,Art vorzügliches Mittel reicher geworden ^)." Wenn wir aufrichtig unser Urtheil in drr vorliegenden Sache aussprechen sollen, so nilisscii wir eingestehen, daß auch uns in diesem, nicht für rreusjische, sondern im Allgemeinen für israelitische Schulen in Deutsch- Zand bestimmten Buche, dem Artikel vPreussei," ein unverhältmßmäßuer R.?um zugewiesen scheint. Doch DaS ist nicht von so großem Belang. W wichtigeres Moment dagegen haben wir hervorzuheben, Vaß nämlich in tM specisisw jüdischen Artikeln die Israeliten in ter ersten Person aufführt sind. Dieß scheint uns ein großer pädagogischer Fehler zu sein. Wenn schon Aufrücke, wie: ^wir Deutsche," oder: «wir Preujsen,- unangtiielil'.'. kUngen würde,-, so ist das: »wir Israeliten, wir Juden.« wo die ConfksslN ftibstredeni? uno scheidend auftritt, in einem Lese buche ganz und .iar geeignet. Dies, mnßien die Herrn Verf. bei einer etwaigen neuen Aukage vor Allem anter». — Red.

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