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Der israelitische Volkslehrer · 1857-06-01 · Heft 6 (Juni 1857) · page 31

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 6 (Juni 1857)
Date
1857-06-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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lieber HatjiVr's Lesebuch. 199 riqen komm, wir von diesem achten Bildungswerke nur mlt den Worten Diesterweg's in der Vorrede zum 1. Bande scheiden: ^Nach meiner Uebcrzeugung kann ich dasselbe daher den auf dem Titel genannten Kategonen des gebildeteren Theils des Publikums um so mehr mit Vertrauen empfehlen, als ihre Verfasser sich bewußt sind, in der Bcurtheilung fremder Völker den Grundsatz der Gercchngkeil nirgends verleugnet und vem Streben nach allgemeiner Humanität gehuldigt zu haben. Das Wissen ist nur ein Moment der Bildung; daö andere, höhere, ist Veredlung der Gesinnung." 2. Ueber Haester^ Lehr» und Lesebuch siir Schulen, bearbeitet v. Heci't. Entgegnung c. Kl in gen stein, v. Blumenfeld, israelitischem Lehrer zu Essen a^ d. Ruhr. Warum grade ich in dieser Angelegenheit das Wort ergreife, das wird Hr. aus der Vorrede zu dem quaest. Buche leich: entnehmen können. Ich will mich hier nicht auf vier sehr günstige Reeensionen berufen, welche von Männern herrühren, die Mindestens ein eben so competentes Urtheil haben als Herr K.; nein, Thaksachen sollen sprechen. Ich übergehe die einleitenden Bemerkungen des Necensenten und überlasse es Hrn. Hecht, sich darüber zu äußern, ob er sein Werk in einer oder der andern Weise zu leicht gehalten habe, und wende mich zu den Behauptungen, die daö Buch selbst angehen Hr. K. sagt, daß er es für einen großen Mißgriff halte, grade dieses Buch zur Bearbeitung für jüdische Schulen gewählt zu haben, indem es ja an und für sich ein spezifisch preußisches sei. Ich habe in Wahrheit nicht begreifen können, wie ein denkender Mensch so ohne weiterS ein solches Unheil fallen kann. Daö Häster'sche Lesebnch ist. in seiner ursprünglichen Gestalr. 32 Bogen stark, von welchen etwa drei Bogen, nicht mehr, der Geographie und Geschichte Preußens ge» widmer sind, und dicserhalb soll das Buch spezifisch preußisch sein? — Und wäre es wirklich spezifisch preußisch, was wohl außer Hr. K. kein Lehrer behaupten wird, läge denn darin ein so großer Mißstand, daß es dadurch für jüdische Schulen ganz unbrauchbar würde? Ist denn das spezifisch preußische so antijüdisch? — Ein Lesebuch für jüdische Schulen muß. das räumt Hr. K. ein, einen jüdischen Charakter haben. Welches Buch kann nach diesem Grundsätze wohl, als für israelitische Schulen am meisten geeignet, bearbeitet werden? Doch nur dasjenige, welches am wenigsten constssionell ist. Das ist gerade beim Häster'schen

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