Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1857)
- Date
- 1857-06-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3129675-3129778-3129785--2007-3132975- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Drr rumäuische Israelite. 175 n-k'mi.ien. und unsere Wünsche' bei der H. Pforte, welche sich schon den Israeliten deö Reichs wohlwollend gezeigt hat. und bei. ren Diwans des Landes zu bevorwvrtcn. Dieser Akt der Theil-- n^hme und ver Gerechüakeit wird der Nation zum Heil gereichen. Wir aber werden uns dessen würdig zn inachen wissen, und untren Kindern lehren, das Andenken derer zu segnen, welche uns dte Freiheit gegeben haben." Der Kaimakam nahm die Deputation sehr wohlwollend an und sprach sich für die Israeliten sehr günstig aus, seine Unterstützung zusagend. Dieselbe Deputation rheilte auch allen Konsuln der Mächte, weicbe den Frieden unterzeichnet haben, ihr Gesuch mit. und bat sie. es durch ihren Einfluß bei der H. Pforte ebenfalls unterstützen zu wollen. Sin günstiger Erfolg ist wohl kaum zu bezweifeln. Ein Urtheil des Kaimakam. Am letzten Peßack truq ein Israelit Mazzoth nach Hause, als ein junger Mensch aus dem Laden eines Bäckers kam. und Brod am die Ma^otl' warf. Der Israelit ward böse, aber der muthwillige Bursche, der ihm die una^fäuerren Kucken unbrauchbar gemacht hatte, lachte darüber, und mehrere Kammeraden cheiken seine Lust. Es entstand dadurch ein kleiner Auflauf. Da ging der Kaimakam vorüber. Er fragte, was es gebe. Darauf sprach er zu dem Tha'ter: Ware es Dir recht, wenn einer aus Deine Fasten-Bohnen Milch schüttete? — Er verneinte. — Nun denn, warum thust Du venu Andern, was Du nicht willst, daß man Dir rhue? Du hast ihm geschadet, und zwar mit Absicht; Du mußt ihm den Werth erstatten. —