Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1857)
- Date
- 1857-05-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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von Dl-. Steinheim. 161 Mittel kund geben: durch sein Werk und durch sein Wort) durch jenes schafft er dem untergeordneten eine Ahnung seines Uebermaaßee. durch diese erklart er es, und damit sein eigenstes, übermächtiges Wesen. Setzen wir den Fall, der Erbauer einer wunderbaren Maschine, ein Watt, hlbe es sich vorgenommen, einem Andern in der Physik und Mathematik wenig Bewanderten, Etwas über seine Erfindung, das diesem nützlich wäre, mitzutheilen. so würde er was das Physische und Mechanische angeht, diesen in die nöthigen Asttnrmsse in diesen eracten Wissenschaften einzuführen haben, 5amit er ihm überall faßlich werden könnte. Den Grund jedoch, durch den er selbst zur Vollführung bewogen, und den Zweck, durch den er bestimmt worden sei. diese müßte er feinem Schüler durch das Wort mittheilen, wenn dieser anders einen richtigen Begriff von den Intentionen des großen Meisters erlangen sollte. Denn diese würden selbst dem innigst in Physik und Mechanik Eingedrungenen unbekannt und unverstanden bleiben, erhielte er nicht aus dem Munde des Erfinders den nöthigen Aufschluß darüber. Wenn dieser Schüler nun ferner, nachdem er vom Meister alles Nöchige und Wifsenswerthe erfahren, und, durch Selbstudlum das ganze Getriebe zu durchschauen, gelernt hätte, an diesen die Frage richtete: Meister! hast du auch das Material der Maschine, das Holz, Messing, den Dampf und das Wasser erfunden? Würde der nicht die Frage eines Wahnsinnigen an ihn gerichtet, und vom Meister nur mitleidige Verachtung verdient haben? Und dennoch richten wir diese Frage, die an den sterblichen Meister nur ein Wahnsinniger richten könnte, an den Weltenbaumetster in tiefer Besonnenheit, indem wir die Frage nach dem Ursprünge und Wesen der Materie aufwerfen! Wir fragen den unnennbaren Baumeister: Hast du zu deinem Weltenbaue auch den Stoff geschaffen? Diese eigenthümliche Frage bildet nun aber die Levensfrage und den Centralvunkt unserer GorreSerkenntntß, wenn wir, nachdem wir längst schon darauf verzichtet, auch nur einen bedeutenden Theil des Gotteowerkes, seinem Umfange und Inhalte nach, mit unserem Erkenntnißvermögen zu durchdringen, erst eine ungefähre Kunde von jenem Meister erlangen wollen, der so Großes vollbracht hat. und ob dieser nur ein unendlich stärkeres Wesen, das uns glei cht, das wir also begreifen können, sei: oder ein Geist der eine uns unbegreifliche Kraft besitzt, die nämlich, aus Nichts Ttwas zu sch a ffe n. Von dem Ausfalle dieser, dem sterblichen Meister gegenüber sinnlosen, Frage, hängt, wie wir gleich sehen