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Der israelitische Volkslehrer · 1857-05-01 · Heft 5 (Mai 1857) · page 18

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 5 (Mai 1857)
Date
1857-05-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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IRI
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l58 Weder zur Rechten »och zur Linken, Wesen der Dinge habe, und daher noch weit weniger das Vermögen besitze, ein Wissen vom Geiste aller Geister, von Gott zu begründen, oder die göttlichen Dinge namentlich das Sittengesetz, aus einer unersckütlerUcken Basis aufzubauen, um aus diesem die Gottesidee wieder herzustellen. Ist dieser Beweis geleistet, so ist es evident dargtthan, daß die s. g. natürliche, oder Vernunnreligivn eine täuschende Luftspiegelung, und der Gott des Nationalismus ein wesenloser sei. Wir stellen, diesen Beweis einzuleiten folgende Proposition: Die Vernunft hat eine bestimmte AhllllNg vom Dasein Gvtres. Jeder Persuch jevoch, dieser All NU na. den Charakter der wissenschaftlichen Erkenntlich, zu verschaffen, muß nothwendig eben so scheitern, als der. das ch araklerist i sche Unterscheidungsmerkmal dieses einzigen Wesens wissenschaftlich zu bestimmen, das Geahnte zu charakter ls iren. Denn die wissenschaftliche Crkenntniß kann nur eine von beiden, entweder eine dnrch Erfahrung gewonnene (a posteriori), oder eine aus dem Begriffe entwickelte (a priori) sein. Dsß wir keine Crkenntniß, die der Erfahrung gliche, und durch Schlußfolgerung zur eracten Wissenschaft erhoben werden könnte. Mi Gott Halen können, bedarf keiner weiteren Erörterung. Gott iL ein übersinnliches Wesen i Erfahrung aber erwirbt nur Kunde durH die Sinne in der Sinnenwelt. Wir haben aber nur darzuthun, daß wir eben so wenig eine apriorische Erkenntnis von Gott erwerben können. Bekanntlich ist der apriorische (ick glaube unter dem Namen des An se lm isch e n") bekannte) onto logische Beweis der älteste. Dieser deducirt aus der Unmöglichkeit, daß nichts sei, das Sein, und daraus das Sein Gottes. Wohlverstanden n u r das Sein, oaskahle, nackte Sein des Seins! Dieser Beweis vom Dasein Gottes beweist mithin nichts anderes und nichts mehr, als daß es einen Urgrund alles Seins geben müsse, wenn wir voraussetzen, daß unser eigenes Sein ein reales ist. Dieses aber soll noch selbst erst bewiesen werden. Denn das alte<!oAito, orxo sum, sich denke, veßhalb bin ich), das eine schwächliche Nachkommenschaft in ein amc>, erZo surr» (ich liebe; deßhalb bin ich), um- * Erzbischof Anselm (lebte im ll Jahrhundert, in England) soll diesen Beweis, aus d«m S?in der Dinge das Dasein GotteS;u constariren, erfunden haben. — ReV.

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