Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1857)
- Date
- 1857-05-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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und di, fragliche Dauer der Opfergksetze. l 51 die Opfer die rechten Aufschlüsse, und ivaS das Gesetz in den angeführten wenigen Stellen nur andeutet, darüber breiten sie sich auS in feuerten Worten, den Opferdienst theils sehr tief stellend, theitS ganz und gar verwerfend. Es wäre auch hier unnöthige Mühe, die vietfältig angeführten und bekannten Stellen in Propheten und Psalmen über die Opfer zu wiederholen. Das betr. Capitel aus dem Nors, welches wir im nächsten Hefte übesetzt mittheiten werden, führet ohnedieß die wichtigsten selbst an. Wenn dabei die Propheten da und dort von einer Wiederherstellung des OpfercultuS sprechen, so mögen ängstliche Gemüther dabei an die Wiederherstellung wahrend derzweite« Tempelzeit denken, wie denn überhaupt die betreffenden Verheißungen hier ineinanderfließen, und solches schon von den ätten Comentatoren anerkannt und bemerkt ist. Warum auch sollten scrupuiöse Gemüther sich mit dieser Auffassung nicht ebenso zufrieden geben können, als jener Tatmudkst sich, bei der Aufstellung, N'VV s'tt „Israel habe keinen Messias mehr zu erwarten", mit den bezüglichen messianischen Stellen durch die Erklärung abfand: N^M ^'2 122^ „die betreffenden Verheißungen seien durch Hiskia in Erfüllung gegangen?" (Smckegr. 98. 2. "VI NNM ^2 Nvd^ü WL^Q 7M N^PM^) Wir freilich, die wir überall mehr auf den Geist als auf den trockenen Buchstaben unser Augenmerk richten, halten uns auch hier an das Wesen der messkanischen Prvphetieen, weniger an die aus den damaligen, im Schwange gewesenen Begriffen gebildeten Form. Wir haben dabei keine größere Verantwortlichkeit zu tragen, als der Talmudist, welcher behauptet, daß gerade die Pflichtopfer in der messianischen Zeit aufhören würden! — Was gar die Priester betrifft, auS deren Forterhaltung unser College ein so großes Mirakel macht, so müssen wir offen eingestehen, daß wir auf diesen Punkt das allerwenigste Gewicht legen. Der Melius (Stammbaum) unserer Kowmim ist bekanntlich von keiner besonderen legitimen Sicherheit. — Wenn der große Rächftllöser ^iselchi« nicht aus der Klemme helfen wird, so wird eS einst mit der Legitimität unserer Priester schlecht bestellt sein. Allein es ist dieß auch eine ganz überflüssige Sache. Zm