Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1857)
- Date
- 1857-05-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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und die fragliche Dauer der Opfergchtzt, 147 werde». So waren die Israeliten von Egypten her dem Götzendienste eifrig ergeben und brachten ihre Opfer den Seirim dar. ipn owr-w^s? Ntt ^2 ^s'? 7^2NPV 1^ N"2PN rpQ s'ViÄ Da sprach der Heilige, gelobt sei Er, sie sollen stets ihre Opfer vor mir bei der Stiftshütte bringen, damit sie sich vom Götzendienste entfernen." Haben nun die Opfer, auch nach Auffassung des Talmudisten, nur die Bedeutung, das Volk abzuhalten, sie den Götzen darzubringen, so sehen wir nicht ein. wie denselben im messtanischen Reiche, wo der Götzen-' dienst von der Erde wird völlig verschwunden sein, ein Platz eingeräumt werden könne? — Treten dieselben unter den göttlichen Absichten beim Gottesdienste in untergeordneter Weise, wie Maimonides sich ausdrückt, im zweiten Grade (."P'M MIN) auf, während das Gebet in erster Stelle (-"UILWI MIO) erscheint, so reicht -1 unser gesunder Menschenverstand nicht hin, zu begreifen, wie wir Gott anrufen sollten, ein untergeordnetes Moment wiederherzu-- 1 stellen, während das übergeordnete, die unmittelbare Unterredung des Geistes mit dem Geiste, in ganz ZSrael durchgedrungen und das Gebet überall zu einem, alle Seelen auf die innigste Weist, ohne Dazwischentreten selbst eines gottgeheiligten Priesters, mit dem Höchsten vereinigenden Baude geworden ist? — Wie, fragen wir, sollte dereinst im Tempel, wo doch die höchstfeiertiche Gottesverehrung stattfinden soll, das untergeordnete Moment geltend gemacht, d. h. geopfert werden, während man an allen andern heiligen Statten auf der ganzen Erde das übergeordnete Moment geltend machen, d.h. beten wird? würde hier nicht der Tempel, trotz allem äußerlichen Opfer und Priestern?erk, womit unser College ihn wieder umgeben will, im Innersten allen anderen Andachtstätten weit nachstehm, wenn man dort, auf heiligster Statte, sich Gott nur durch ein äußerliches Mittel lAorkari) ankZhern kann, während man allüberall in unmittelbarster Nähe geistig mit Gott verkehrt? Wir sollten meinen, das Alles wäre so klar, daß ein Mann, der auf Vernunft hört, die gottlob in unserer Religion stets gehört werden darf und soll, es als unumstößliche Wahrheit genehmigen müßte! ' Was aber die Sühne betrifft, auf welche unser College hin-