Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1857)
- Date
- 1857-05-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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l46 Tie Autorität der Tora schrecken, weil wir dadurch die Autorität des Gesetzes antasten würden? — Uebrigenö gibt unö bei den Opftvgesetzen die Schrift selbß den Grund an die Hand, weßhalb wir dieselbe» nicht von ewiger Verpflichtung halten müssen. Zunächst beginnt das Opfergesetz (l.ev. 1. 2.) mit den Worten: Vitt „Wem, Jemand von euch ein Opfer darbringen will;" wozu die Talmudisteu D'27Q MIN) bemerken : v'tt NN ''I ^?"N N^N ^man hatte meinen können, Gott gebiete daö Opfer, ds es aber beißt: wer da will, ^so zeigt dieses an, daß es dein freien Ermessen anheimgestellt sei." — Freilich kann hier nur aus die freiwilligen Opfer, nicht auf die vom Gesetze pflichtmäßig vorgeschrttben-n angespielt sein. Allein wenn der wahr, hafttge Äott wie solches den Heidengöttern angedichtet wirb, indem Homer seinem Jupiter markige Knochen mit reichlichem Fett umwickelt verspricht — wirklich Wohlgefallen an den blutigen Opfern hatte, so würde die Schrift auch die freiwilligen Opf» als ein verdienstliches Werk hinstellen. Das thut sie aber nicht, und indem sie die Opfer, außer den unbedingt nothweudigtn nicht empfiehlt, in ihre Darbringung kein Verdienst setzt, gibt sie unS gleich bei der Einleitung des OpfergefetzeS den bedeutungsvollen Wink, daß Gott zu erhaben sei, um an dergleichen Gaben Gefallen zu finden, und Alles was folgt, nur Accomvdatios an die damaligen VerhSltn isse sei. Noch deutlicher sprich in der bekannten Stelle (I^v. l?, 7.), nachdem die Rede vm Schlachten an geweiheter Stätte gewesen war, das Gesetz in dtv Worten: ,damit sie ihre Schlachtopfer nicht ferner den Waldgötiern darbringen", den Sinn der Opfer ouS, daß dieselben nur ein Vehikel zur Vermeidung des Gotzenditnßes feien, wie nicht nur Maimonides im Mrs svgl. esp. 35 Th. M.), sondern auch der Wörasok jenen Schristvers aussaßt und erklärt. Die betreffend« Stelle im Midrasch (Rabb. esp. 22.) lautet: „R. Pinhas, im Namen R. Lewi's sagte: es ist P vergleichen einem ÄöuigZsohne, der in seiner Ungebundenheit P verbotenen Speisen geneigt war. Da sprach der Aönig: ich will ihn an meinen Tisch gewöhnen, und er wird von selbst enthaltsam