Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 4 (April 1857)
- Date
- 1857-04-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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138 Rundschau.?a die Tochter eines länzst aus dem Judenthume ausgetretenen Mannes als '«j'ttt Sängerin aus Israel bezeichnete; aus derselben Hand, die jüngst m de-selbm Zeitung daö Auerbach'sche Religwusbuch als vyr einigen Igh«n erschienen enrähnte, wahrend dieses antike Werk schon Jahrzehent« die Erde Nückl. Bei dieser Gelegenheit hat es un-Z ein Lächeln abgewonnen, daß in dem bettessenden Artikel der „Volkslehrer" als ein ..süddeutsches jüdisches Blatt" angeführt wird. Wahrscheinlich war der Herr Correspondent gerade in der Stimmung, den Volkslehrer nicht für seinen Abgott, sondern für ab. göttlich M holten, weßhalb er sich scheute, seinen Namen in den heiligen Mund zu nehmen. Bon einem benachbarten Lehrer irerden wir gebcten,auf;unehmen,daß derjenige Celles inRheiichesseu, der die Petition über Verbesserung des israelitischen Aeligj^SfchulWkstnK in Hände» habe, sie an Hrn. Lehrer S. Brandeis zu Niederrzrsel ungesäumt senden wolle. Dagegen schreibt mau uns aus Rheinhessen, daß diese Schrift wegen mancher scharfen Ausfälle zur Absenkung an die GroßherMUche Regierung sich nicht eigne. Die Schrift liegt uns nicht vor, wir müssen unZ jedes SelbsturtheilS enthalten. li^ata rstero! WormS. (Eingesandt.) Sonntag den 22. Februar ist Dr.S.Dler, bisheriger Rabbiner in Alzei. mit seiner Familie hier eingetroffen, um Dienstag seine Reife nach Amerika anzutreten. Zahlreiche Frennde fanden stck am Bahnhofe ein, um ihrem Iugendgeuossen, ihrem Freunde und un» vergeßlichen Lehrer ein ./Fahre wohl!" nachzurufen. Tis Sprichwort: 11d< V^A^Q (»Ar-arS Beginn bringt Freuden-Gewinn") bewährte sich diesmal bei uns nicht; die Abschiedsftnnce tiefes ächten GotteSlchrerS, welcher mit seiner hohen Bestimmung nie im Widerspruche war, übte auf alle Anwesenden einen sehr tiefen Eindruck. vr Arier gehört nicht zu jenen Rabbinen. welche ihr Amt bloS als eine gute Pfründe betrachten. Ihm war es zu jeder Zeit Herzenssache, de» Geist seiner Gemeinde zu erleuchten, die Herzen zu bessern, zur Tugend z» ermuntern, und insbesondere die Jugend zu unterrichten, und wahrhast religiös heranzubilden. -- Niemals geizte er um die Ehre der Autorschaft, Mitarbeiter bei ephemeren Zeitschriften und jüdischen Tagesblätteru zu seindarauf verzichtete er sehr gerne: sein Bestreben war nur, zu forschen, well ches da sei der achte, der wohlgefällige, der vollkommene Weg und GotteS« Wille, um NIVv'? (ein Wiederherstellet der ursprünglichen Glorie der Religion) zu sein. So wehe es uus auch thut. einen solchen Meister aus unserer Gegend zu verlieren, so bitter die Trennung ist, so freuen wir uns anderseits, daß mne Lteklunq in Amerika eine in jeder Beziehung für ihn wie für Israel gümll>re wird. In Amerika verfolgt ihn nicht der Haß der Andersdenkenden; dorten gebietet kein Gesetz seinem Geiste Schranken. — Möge der Himmel ihn nnr noch recht lange am Leben erhalten! Amerika wird es bald, ja recht bald erfahren, daß es für Gold aus Europa einen Diamant acauirirte. Die Liebe und Hvchschätzung seiner Gemeinde Alzei f.'lgt ihm im allerhöchsten Grad« nach; da ist weder Mann. Frau, Ännglnig. Jungfrau. Greis oder Kind, welche nicht mit thränenden Rügen ihres Rabbiners erwähnten. Der beste Beweis, wie segensreich er