Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 4 (April 1857)
- Date
- 1857-04-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Rundschau. 139 sein Amt verwaltete. — (Es ist uns von achtbarer Seite ein Weiterer Artikel <niS Alz-!, ähnlichen Inhalts, zugegangen. Da aber derselbe, wie auch in der Zuschrift bemerkt war, unterdessen gleichlautend in der allg. Zett. d. Juden«!,, erschienen ist. sein Inhalt aber durch das Vorhergehende, sowie t«rch de» Artikel des Herrn Alingenstein im vorigen Hefte erschöpft ist, so handeln wir, bei der Nichtaufnahme, gewiß im Sinne d. verchrl. Einscnd. - Red.» München. (Cvrresp.) Diese Blätter, in denen unsere confessionellen Zustände eine so würdige Besprechung und anregende Erörterung finden, zeichnen sich «och dadurch besonders aus, daß sie trotz der Richtung, die sie im Sinne der Fortschrittspartei mit Umsicht verfolgen, doch Gehässigkeiten meiden, das Gute auch im Gegner anerkennen, so daß sie von keiner Seite vasAnathem — INN V^Nj?21 wit Recht treffen kann- Vielmehr gibt die Rundschau von des Herausgebers treuer Wächterpflicht rühmliches Zeugniß, wie er bestrebt ist, das Bessere vor allen Seiten zur Erörterung zu bringen und Dasselbe ermnnkernd anjuregen. So glaubt der Schreiber dieses sich veranlaßt, in Ermanglung einer gewandteren Feder, mich hiesige Zustände und Cultnöverhältnisse zur Besprechung zn bringen, und nimmt er heute zum Vorwurf seines Berichts das Vereinswesen für Wohlthätigkeit in hiesiger CultuSgemeinde. Mildthätigkeit ist das angestammte Erbe unserer GlaubenSbrnder, und wie sehr die Richtungen des Geistes auseinandergehen, und sich in entgegenstehende Lager scheiden, in dieser Herzenspflicht reichen sie sich gemeinsam die Bruderhand, und Jeder, Vornehme wie Geringe — ^-^1 "M)1N " bringen opferwillig ihren Schekel dar, um Stiftshütten für die Hülfsbedürftigen bauen. Auch von hier läßt sich in dieser Hinsicht Anerkennenswerthes berichten, und wenn gleich die deSfallsigen Leistungen denen anderer großen Gemeinde» noch nachstehen, so ist Wohl zu berücksichtigen, daß die hiesige israelitische CultuSgemeinde als solche noch eine junge ist, deren bedeutender« Gestaltung aus den 20r Jahren mir dem Bau der hiesigen Synagoge datirt. so wie auch fast sämmlliche Vereine das Werk von Gründern sind, die noch unter uns weilen, und die schönen Früchte ihrer frommen Saat erblühen sehen. Dabei ist aber auch der Eifer anerkennenswerth, mit welchem unsere geistlichen wie unsere weltlichen Herren Borstände bemüht sind, diesen Geist der Milde zu heben und zu Pflegen. ES bestehen hier folgende WohtthätigkeitSanstalten: l) Almosenkasse Nj)NA für heimische, o) für fremde Israeliten; 2) Frommen-Verein MNj? tt-QM 3)Hchverein, V^Z) PNs?-, 'N; 4) Frouenverein, <fi NMdii S) Verein für schwere Handwerke. Zitzfi IllW 'NZ 6) AuS- Seuerverein, 'N- Vor uns liegen die gedruckten Berichte von zweien, nämlich von der Almosenkasse o) und vom israelitischen Frauenverein, über welche beide auch rmr berichtet werden kann. Die Almosenkasse für fremde Israeliten wurde vor etwa einem Jahrzehent von der Cultusverwalkung inö Leben gerufen, weil die kgl. Polizeibehörde den vagirenden Bettel in Häusern der Juden durchaus nicht mehr dulden wollte. Verwaltet wird diese Kasse von Controleuren, die durch die Kontribuenten gewätilt sind, speziell aber durch den Herrn Gemeindefekretär, ter, wenn auch dafür honorirt, dieses beschwerliche Geschäft mit einer Punkt-