Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 4 (April 1857)
- Date
- 1857-04-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau. 137 wir mit Freuden die zu Allem, was dem Wohle Israels und der Menschheit stammt, so herzlich und mit so wohlwollender Hingebung bereitwillige Frau Baronin Louise M. <5. v. Rothschild begrüßt haben. Diese edle, treffliche Dame hat die Unterzeichnungen mit einem Beitrage von fl. 3000 eröffnet, unter dem Borbehalte, diese Summe bei dem später« Arrangement für einen Gegenstand zu bestimmen, worauf ihr Name ruhen möge. Wir zweifeln nicht daran, daß die Subsumtionen, welche sowohl in Geld, als in Gegenszänden (1^*1^ ^I) bestehen, einen gltten Fortgang nehmen werden, und daß, wie ehedem unsere Mutter in der Wüste ihre Spiegel stifteten, um sie ju heiligem Geräthe verwenden zu lassen, also das Innere unseres Heiligthums als ein großer Spiegel erscheinen werde, welcher den frommen und hochherzigen Sinn unserer Frauen glänzend wiedergebe. Bereits ist auch die Stiftung mehrerer neuer Gesetzrollen zur Anzeige gebracht, und erfreuen wir uns?er Aussicht, daß der religiöse Sinn der Geber uns eine Summe schöner Gaben, die schönen Gaben aber rückwirkend uns eine Summe noch schöneren religiösen Sinueö erwirken werden. — Zur Anschauung der heiligen Geräthe, sowie des Synagogengebäudes und des darin abgehaltenen solennen Gottesdienstes, befand sich Schreiber dieses, in Gemeinschaft mit Herrn Leopold Springer und unserem rühmlichst bekannten Architekten, Herrn Kaiser, an vergangenem Sabbathe in Mannheim, und freuen wir uns, bei dieser Gelegenheit den ausdauernd-begeisterten Sinn der dortigen Gemeinde für Gotteshaus und Gottesdienst hier öffentlich cvnstatircn zu können. Namentlich hat der Freitag-Abendgotteüdienst auf mich einen ungemein tiefen Eindruck hervorgebracht, so daß ich Gott unter Thrän.en dankte, diese Verherrlichung seines Namens geschaut zu haben! — Wir lasen jüngst auch in Frankel'6 Monatsschrift, in Briefen aus Süddeutschland, eins Anerkennung des Mannheimer Gottesdienstes, die uns aber, neben Anderem in jenem Artikel, wie ein 7x555 (abgerungenes Zugestandniß) erschienen ist. Denn derselbe Briefschreiber spricht, in einem darauffolgenden Briefe, sarkastisch von der Gemeinde Alz ei, während er doch bei Nennung dieser wackeru uud trefflichen Gemeinde, die, wir müssen e6 hier öffentlich aussprechen, der Mannheimer iu nichts nachsteht, als in Zahl und Reichthum, Gelegenheit ergreifen mußte, statt ihr wegen ihrer gefinnungstreuen Abstellung des zweiten Feiertages etwas anzuhängen, auch von dieser Gemeinde den religiösen Sinn, die Einmüthigkeit und ungeschwächte Begeisterung für das Gute, sowie das zur Herbeiführung solcher Zwecke so erfreuliche Wirken ihres bisherigen Rabbiners anzuerkennen und zu beloben. Auch spricht Derselbe mit gleichem SarkaSmus von dem Ossenbacher SonntagSgottesdienste, ohne zu wissen, baß dieser schon seit einer Reihe von Jahren nicht mehr besteht! — Dieses leichte in die Welt Hineinschreiben laßt uns mit Grund vermulhen, daß die genannten Briefe aus Worms stammen, au» derselben Hand, die jüngst in der Zeit, d- Judenth. einen hier seit vielen Jahren rühmlichst bekannten Virtuosen zu einem Neuling unter uns, VII. 10