Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 4 (April 1857)
- Date
- 1857-04-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Symbolik der Hnlsensrüchre. IIS Negation der Position einen tiefgehenden Blick in die Mysterien jener Frucht thun lassen. Die „Bohne" spielt an auf »dana«, und symSolistrt die Construction des Welt-Gebäudes. Ihre tllyptischc Form ist ein unverkennbares Sinnbild der Planeten" bewtgung; so deutet die Bohne aufwärts, aber zum Sternendienst, und zeigt sich in ihr die an Stecken gebundene Anmaßung der Philosophie, welche Japhetitisch die Primogenitur des Geistes in Anspruch nahm, so daß Ja pH et sich verhält zu Schem, wie Esau zu Jakob! — Staunet, welche Weisheit in Linsen und Bohnen steckt! - Außerdem symbolisirt die Linse, durch ihre Scheibengestalt, den Mond dienst, demgegenüber, höchst bezeichnend, die Erbst, durch ihre Kugelgestalt, den Sonnendienst vorstellt, sodaß in dieser Gegenüberstellung Erbsen und Linsen Baal und Astarte darstellen, die Prototyps des ganzen Heidenthums, dasunS fernbleibe. In Betreff der Erbse ist noch hinzuzufügen, daß sie auch, und zwar noch wohlschmeckender, nach Beseitigung der Hülse genossen wird. Wie leicht könnte daran der neologe Begriff sich reihen, daß auch auf dem Gebiete der Religion gar oft die Hüllen und Hülsen den edlen Kern weniger schmackhaft und unverdaulich machen? —Selbstverständlich muß daher am Bundesfeste diese gefährliche Frucht von unserem Tische verbannt sein! — Bei Erbsen, Linsen und Bohnen zusammen genommen, müßte übrigens jedenfalls das Genießbare aus dem Ungenießbaren gelesen werden, um sie am Pesach zu gebrauchen. Da aber leider in unseren Gemeinden jetzt so viel (Ungenießbares) sich vorfindet, so wäre der Anblick jener drei Fruchtarten am Feste in der That ein trauriges, oft beschämendes Bild unserer religiösen Zustände! — Was sodann den Reis anbelangt, so wird er vielfältig durch Sclavenhände gebaut, und schickt sich daher am Freiheitsfeste schlecht zur Tafel israelitisch freier Männer, die geborene Abo- Utionisten sind. — Der Grund ist freilich von Südamerika hergeholt; doch das thut nichts! Auf diesem Gebiete liebt man Weithergeholtes. — Endlich der Hirsen! — Hier, lieber Leser, stehe starr und staune über die tiefe Weisheit, die in der Enthaltsamkeit von diesen