Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 4 (April 1857)
- Date
- 1857-04-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Symbolik der Hülsenfrüchte. III sächlich hört mit „RosoZlana radba« das Hüttenfest auf. Der Stiel vom Ltlirog wird ausgebissen und Luveotn ist am Ende. Wenn die rabbinische Praxis am Beschlußfeste noch ein Bischen in die Laubhütte geht, „so spottet sie ihrer selber und weiß nicht wie?- — Nun wohlan, wenn eS faktisch, im Bewußtsein der ganzen, großen Judenhett nur sieben Hiittensesttage gibt, ganz wie die Bibel es haben will, warum muß, gegen den klaren Ausspruch der Schrift, das Fest der ungesäuerten Arode acht Tage begangen werden? Hatte sich da keine Finte finden lassen, um dem achten Tage so eine Art Scheinleben zu retten, ohne deßhalh das Volk mit einem Tage der Entbehrung mehr, wider GotteS Gebot, zu belästigen?—Ja, das war noch nicht genug! — Man hat ihm einen neunten Tag aufgebürdet, indem man, in Beziehung zum Pesachopfer, das doch jetzt nicht mehr dargebracht wird, das Verbot des Gesäuerten schon in die frühen Morgenstunden des Tages vor dem Feste verlegt hat! Und da man an diesem Tage ungesäuertes Brod in Natura auch nicht genießen darf, so entsteht eine Verlegenheit, eine Lücke, die zur Freude der lieben Jugend mit „reich" gekochten Speisen aus Ungesäuertem c.-s-!'VP klW, herrlich ausgefüllt wird! - III. Die Symbolik der Hülsenfrüchte. Wir kommen hiermit zu einem anderen Punkte! Denn die erschwerenden Belästigungen am „Feste der Freiheit" nehmen kein Ende! —Eine große Auswahl von Nahrungsmitteln, die biblisch, talmudisch, rabbinisch sogar erlaubt sind, deren Nichtgenuß man noch im vierzehnten Jahrhundert für Wahnsinn erklärte, hat die bis zur Kleinlichkeit unseres Miniatur-GesetzbucheS zusammengeschrumpfte Zopfzeit gleichfalls verpönt. Der „Kolmlonan ^ruc-d« hat am Pesach von unserem „gedeckten Tische" eine große Anzahl schmackhafter und billiger Speisen verbannt. Und diese impotente Neuorthodorie hat nicht den Muth, der Wahrheit die tzhr? zu