Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 4 (April 1857)
- Date
- 1857-04-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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N0 peZaek. beiden einen Tag hinzugefügt, und dennoch mußte man verzweifeln, der Scrupulosität gerecht zu werden. — Denn die Schrift sagt: „sieben Tage sollet ihr in Hütten sitzen? — am achten soll euch ein Veschlußfest sein!" — Also wohlgemerkt! Ist der Tag der „achte", d. h. Veschlußfest, so kann er natürlich nicht zugleich der siebente, d. h. noch Hüttenfest seln; also beginnt mit ihm ein neues Fest; also darf man von Neligionswegen nickt mehr in Hütten sitzen und den Festftrauß zur Hand nehmen : aber nach dem Verirsystem des zweiten Feiertags, wo immer jeder Tag, wie dies besonders in den, dem Ritus eingefügten doppelstelligen Opfervorschriften so selbsttäuschend geschieht — eine Iamlsmaske trägt, als erster und zweiter, zweiter und dritter , dritter und vierter ,e. figurirt, ist der achte Tag, den wir zum Veschlußfest machen, vielleicht der siebente — demnach ist er noch Hüttenfest, demnach muß man von Retigionswegen noch in Hütten sitzen und den Feststrauß zur Hand nehmen! — Der Talmud tSucca 47) zieht sich, mit harter Noth, aus diesem klemmenden Dilemma, indem er bestimmt, in der Hütte soll man sitzen, aber in den betreffenden Segenssprüchen schweige man vom Hüttenfeste, indem so die Hinterthüre offen bleibt, sich bei dem „Beschlußfeste" zu entschuldigen, man fei nicht von „Relkgionswegen" in der Hütte gesessen, sondern par pluisir. Der Festftrauß aber? Der Glossator zum Talmud (Losapnotk) stößt sich auch daran, mein! aber, das ginge doch nicht, daß man zum Scheine auch den Feststraus nehme! Denn wenn der Tag „Veschlußfest" ist, so dürfte man, da er mit dem Feststrauße nichts zu thun hat, diesen nicht anrühren; wer ihn also in die Hand nähme, der zeigte, daß er den Tag für einen Werktag des Hüttenfestes hielte, und dies wäre geradezu eine Beleidigung des Be< Mußfesteö. — Und die Gebetformeln? Daran stößt sich das keptier IlaelnnuLll (323), meint aber, sehr vernünftig, man könne wohl sagen: „Du gabst uns diesen Sabbath- und Festtag," denn beide fallen tatsächlich auf einen Tag. Wie aber sollte man sagen: „Du gabst uns dieses Hütten- und Veschlußfest?" zwei verschiedene Feste können doch nicht aus einmal gefeiert werden (1N>2 ^VL^V'->PD - Und so ist es denn! That-