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Der israelitische Volkslehrer · 1857-03-01 · Heft 3 (März 1857) · page 30

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 3 (März 1857)
Date
1857-03-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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102 Rundschau boren wird, der die Humanität ertötet im Herzen, wahrend er Priester er« mordet an geweihter Stätte! —G^'tt sei bei uns, und schirme uns vor die- AüM von Juden zu ibreu Mitgliedern zähle». Es ist dieß unsere beste tZrrunqeiischaft aus dem Zahre 18t8. — Aus Württemberg wird uns mitgetheilt, der Oberrabbiner Adler zu London häbe au seinen Bruder, den Rabbiner zu Oberdorf geschrieben, viele «fromme- Juten wollen den Nedanken verwirklichen, den Opfer dienst in Jerusalem wieder ein;ufnbren. Ihn bindern nur die Beitreibung der bezüglichen Steuern lSet^k-lUim) von allen .lell-iZim, ohne welchen Modus es ja -ucht alö »Koswi, -lbbnr^ (Gemeinde-Opfer) betrachtet würde!! —Dem- ». , ^' tV» f ' .. t ..^ i . /It'e^ "!' dt^s Oriente! Und unsere Gelder lv^'ll wanderten dann wieder nach Jerusalem, um dort als Vlutgeld verwendet zu werden, mn dort dem erhabensten Gott mit blutigen Gaben zu dienen; Ihm, der gesagt hat: „Liebe verlange ich, kttNOrser" M N^NM"! ^ON lHosea 6). — Es ist unglaublich! - Uedrigens wäre es inrertjiant, wenn diese „frommen" Leute über Nacht die Reformatoren unseres CulUlS würden! D<nn wenn sie jene Kinderklapper des HeidenthumS, jenes Spielzeug daci der himmlische Pater, in seiner großen Nachsicht mit unseren Schwächen, seinem Volke eh tdeni, in seinen Kindersabren, gelassen bat, aus drm heiligen Tempelschutte ht'rvorsnchten, dann lräreu mtt Eniem Male die ürilligen Opfergebete ttberwnndei»!— Wer unter Euch, israelitische Brüder, möchte aber, wenn solche Fragen ventiliren, uut ausrzchttgem Herfen um Rückkehr beten, die mit srlchem Rückschritt verbunden wäre! — Die Opfennesscr in der Hand, würden die alten Parteien nieder auferstehen! — Gott bewahr? uns unter solchen Umständen vor einem jüdischen Reiche! — An die Stelle des in diesen Blättern oft rnlnnlich erwähnten Schullehrers und Vorsängers Maison s. zu Oberdorf ist der frühere Lehrer zu WeikerSheim, Herr Zakob Löwenstein, berufen worden. Es ist dleß sür den Berufenen, seinem Verhälnu'ßmäßigen geringeren Lebens- und Dienstalter, um so rühmlicher. q!s die erwähnte jüdische Gemeinde eine der größten in Württemberg ist. Der Unt^rlehrer an der dortigen Schule ist ein christlicher, weil eS an jüdischen Kandidaten mangelt und hat der Oberlehrer den Neligionsunternckt an beiden Schui-Ablbeilungen zu geben. Bei der feierlichen Einführung des nemn Oberlebrerö in Schule und Synagoge durch Scbulinspectorat und Rabbiainl hatten sowohl der Rabbiner, Herr G. Adler, wie der Lebrer vm Tert zu ihren resp/Reden aus dem Wochenabschnitte l^L^) gewählt. Ersterer sprach über t. Buch Mvse^z 37. 13.— 16.- Letzlerer scher 1. Mos. 37, l. u. 39,?. - 6, indem er hinwies auf die ui^rnnirkiche TlMgkeit des im Dienste der Religion wirkenden Mannes, durch Anwendung des RussprucheS: M> V^'^ 'VI NNVO QN^> pd^ V^l^^ Bej,»»bers schon war auch die tre?fliche Anwendung des Schnftwons. das der greise Rabbiner dem Neligions-u. Jugendlebrer zurief: Nd^l ^2VM l^So gehe denn! steh' nach dem Wohle deiner Brüder und nach dem Wohle der Heerde und bringe mir Antwort".)

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