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Der israelitische Volkslehrer · 1857-03-01 · Heft 3 (März 1857) · page 28

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 3 (März 1857)
Date
1857-03-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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Rectnsiinien. regeln. Vom Verfasser der massorethischen Lesekunde der heiligen Schriften. Zweite verb. Auflage. Bad-Ems, bei Kirchberger. — Die Anlage dieses Büchleins ist eine lobenSwerthe; zuerst werden unter 12 Nummern und einer Schlußbemerkung die Hauptlese reg ein und dann in 12 Uebungen der anleitende Lesestoff gegeben. Der Herr Verfasser gestatte uns mehrere Bemerkungen, die er bei einer neuen Auflage benützen möge. Der Ausdruck in den Seseregeln scheint uns nicht faßlich, vielweniger kindlich genug zu sein. S. VI. heißt es: „zu welchem (Accent) sich ohnedieß alle übrigen Kaute gerne hinneigen," das ist unklar ausgedrückt, ja in Betreff der geschlossenen, oder mit dem Vokalbuchstaben versehenen Sylben, die dem Accente gegenüber ihre Selbstandigkeit bewahren, unrichtig. S. VIII. (Regel 12) helßt es son den Kehtbuchstaben, daß sie nicht hinter ungleichartigen Selbstlauten ausgesprochen werden können, und wird der Ausdruck „ungleichartige" mit den Worten: „nicht aus demselben Sprachgliede des breiten Sautstammes kommenden" erklärt, was, abgesehen von dem undeutschen Ausdrnck, gewiß die Sache eher undeutlich als deutlich macht. Ebenso fehlt in dieser Regel neben dem ^ataek turtivum der andere Fall, wo der ungleichartige Laut in kataek verwandelt wird. S. 7. (Reg. 11.) kommt die Bezeichnung Lewva (warum schreibt der Verf. Lrck'va?) als Halblaut (ö) am Ende der Seite vor, während solche am Anfange der Regel sich befinden müßte. In der Schtußbemerkung, wo das Lwaen ohne Grund Ltnacuta heißt, wird dieses mit „Verth eiler," das LUlulc mit „ V er sch l ieß e r" wiedergegeben, was heißen muß, „Vers-Heiler" und „ Ver S-schließer." In den Leseübungen sollten die deutschen Buchstaben, deren frühere Kenntniß vorausgesetzt werden darf, in allen Fibeln den hebräischen gegenüber gedruckt werden.In den Überschriften der einzelnen Uebungen sollte eS immer statt „mit" heißen: „nebst solchen Wörtern mit," indem jene einfache Bezeichnung, im Hinblicke auf die angeführten Beispiele, geradezu falsch ist. — Auffallend sind Fehler, wie: st. ^i^z st. vgl. — Die angehängten Kwdergebete sollten — denn sonst haben sie zur hebräischen Lesefibel keine Beziehung — in jüdischdeutschen Settern gegeben sein.— Was wir aber ganz besonders radeln müssen, das sind die unzähligen Punkte, welche in Folge eines unsauberen Druckes sich in Buchstaben befinden, wo-, hin sie nicht gehören und dadurch die größten Fehler verursachen. Sonst ist die Ausstattung deS Büchleins eine freundliche zu nennen. L. S. ---»«->5sp—^-

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