Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 3 (März 1857)
- Date
- 1857-03-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3129675-3129778-3129782--1904-3132869- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Kleine Sachen. 99 trags hier und da Sei den Gegensätzen der gereimten Prosa, was uns in der Predigt nickt an seinem Orce zu sein scheint. Doch wollen wir mit einer Vortragsweise, die in so mancher Beziehung sich als originell erweiset, auch wegen dieser Eigenthümlichkeit nicht rechten. — 3. Denkspwch (für Konfirmanden), bei Gebr. Baenscb in Magdeburg und Leipzig. Ein schönes, geschmackvoll ausgeführtes Blatt, mit verschiedenen ansprechenden Emblemen versehen. (Preis pro Cr. schwarz iVs Sgr., broncin i^/s Sgr.; für 25 Cr. schwarz 1 Nthlr.. broncirt 1 Rthlr. 20 Sgr.) Da das Blatt zum Einrahmen bestimmt und geeignet scheint, so ist rS ein Fehler, daß die Verlags- und Preisbezeichnung ober- und unterhalb des Blattes sich befinden, was den Eindruck profanirt. Die Verleger mögen bei einer neuen Auflage das Format mn so viel giößcr wählen als nöthig ist, um jene Bezeichnungen wegzuschneiden oder vom Nahmen bedecken zu lassen. — 4. Zweistimmige Israel. Sabbnth- U"d Festlicher für kleinere Synagogen- Gemeinden, vor und nach den gottesdienstlichen Vorträgen zu singen. Bad-Ems bei Kirchberger. Der Gedanke dieses Unternehmens ist sehr löblich, doch die Auswahl der betr. Piecen nicht ganz zutreffend. Das Büchlein enthält sieben Melodieen, wovon aber außer Nr, 6., unser hiesiges Predtgtlied, und Nr. 7., eine recht singbare Figural-Melodie, die übrigen fünf den Protestant. Chorälen entnommen sind, welche einmal für die Synagoge durchaus nicht passen, indem sie den belebten Weisen des Synagogengesanges, in ihrer gedehnten, schleppenden Art, diametral entgegengesetzt sind. Diese dickbäuchichten und Töne können ein lebhaftes, jüdisches Gemüth wahrhast zur Verzweiflung bringen. Wir müssen nns dagegen wahren, um dem Synagogen-- gesange, der auf den Synagogenbssucher von so großem Einfluß ist, seine Eigenthümlichkeit zu sichern und die deutschen Gesänge nichc von vornherein zu miscreditiren. Den Chorälen sind 47 Fcstlieder beigegeben, an denen wir die Kürze zu loben, am Inhalte aber Manches zu tadeln haben. Es fehlt ihnen durchgehends der poetische Schwung, und leiden sie zugleich an vielen Härten im Ausdruck; wie z. B. Nr. 9.: „Auch uns steh'st bei;" Nr.!0.: „Doch sandt' der Himmel Hoffnungsfunkens)." In Nr. 18. heißen die zehn Aussprüche, des Reimes wegen „die zehen Wort'," in Nr. 16. heißen dieselben gar: „zehn Satzungen" — eine durchweg verfehlte Bezeichnung .' In Nr. 32. ist der Ausdruck von -den Gerechten, daß sie „für die Wahrheit fechten," nicht edel gewählt. Das Synagogenlied muß veredelnd wirken und auf der. Hohe der Zeit sich befinden. —ü. Hebräische Lese-Fidel nach der Lautirmethode und mit den wichtigsten Lese-