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Der israelitische Volkslehrer · 1857-03-01 · Heft 3 (März 1857) · page 26

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 3 (März 1857)
Date
1857-03-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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98 RectnswNtn. ohne die mukhmaßliche und irrige Meinung des Herrn Gutmann, daß dies ein anderer Sanballat gewesen, angenommen zu haben. Wir glauben auch dk Enlwickelungsperiode der Erulanten, nach der Chronologie bis nach Nehemia genau angegeben zu haben. Da nun mein alleiniges Streben dahin gerichtet ist die Wahrheit zu erforschen, um in der Wissenschaft etwas Ersprießliches zu leisten, so würde ich mich freuen, wenn jüdische Gelehrte ibre Meinung über meine Behauptung öffentlich abgeben und im Falle sie nicht mit mir übereinstimmen, mir auch die Grunde hierüber angeben wollten*). -5—- ÄO. N e e e u s i o n e ». (Kleine Sachen.) 1. OrieNtalilt. Skizzen aus dem jüd. Leben v. Adolph Reich. 1. Hefl. Berlin. Hugo Bieler u. Comp. 1856. 32 S. — Es ist uns von diesem Unternehmen bis jetzt nur das erste Heft zuge^ kommen; es wäre zu bedauern, wenn solches nicht fortgesetzt würde. Der Vers, weiß trefflich zu skizziren, und wie sehr er von seinem Gegenstande durchdrungen ist, zeigt die gutgeschriebene Einleitung: „Jude." — Das Büchlein enthalt fünf Piecen: „die jüdische Ta, verne;" „die geharnischte Epistel" (an den Berliner Kreuzritter, ein recht braves Gedicht)? „der tolle Trödler Bleu;" „die beiden Geheimen Commerden-Räthe" (eine treffende Gegenüberstellung zweier reichen Zuden, deS Einen in seiner armseligen Erbärmlichkeit, des Anderen in seiner edlen Hoheit); „Alma Mater" (wie eine treffliche Jüdin drei arme Jünglinge unterstützt, und wie diese Drei, bedeutende Künstler geworden, die mtterdeß erblindete Wohllhäterin besuchen; ein rührendes Genrebild, gut gezeichnet). Wie gesagt, wir wünschen diesen, mit inniger Pietät qeschriebenen Skizzen den besten Fortgang. — 2. Zeitgeist U. Bi> belgeist; Predigt, vorgetragen am Wochenfefte des Jahres 6616 (1856) in der Synagoge zu Walldorf, vom Land-Nabbiner vr. Dreifuß. Ein treffliches Wort, in der kernichren, bisweilen derben Ausdrucksweise deS Verf. Der Vortrag ist mehr Ho mitte, als Predigt, gewissermaßen nur die Ausführung eines einzigen „Maschat," worin der Redner, in faßlich eindringlicher Darstellung den Bibelgcist mit einem ruhig dahinfließenden , majestätischen Strome, den Zeitgeist mit einer neben demselben hinbrausenden Lokomotive vergleicht. Der Verf. bedient sich innerhalb seines Vor- ») Wir komme» auf diesen interessanten Punkt zurück. — Herrn 0?. Graz uns zugekommene eigene Grwieoeruktg demnächst. — Red.

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