Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 3 (März 1857)
- Date
- 1857-03-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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86 W?lcr M Nechlin n^?ch zur Linken, viel, ob bloß in der Phantasie oder äußerlich in der Bildsäule und aus der Oberfläche vorgestellt. Das Gebot im A. T. „Du sollst Dir kein BUvniß machen", hangt ganz innig mit der Gouec-lehre Mammen, welche einzig als reinen Geist, ohne körperliche Vermischung, den Gott offenbart, auf dessen Gebot Himmel und Arde entstanden. In den heidnischen Religionsgebitten folgtedieDarstellungd:c- Göttlichen derjedeömaligen Grundanschau^ ungderHeidm vonGo:t. Welr. und ihrem gegenseitigen Verhältriisse. Wo sich das Keist-ge mi: dem Materiellen;u einer chaotischen Urfubstanz velftlmoizen. die Gottheit mithin nur als die Eine Geile der S ituili'i'ke ir darbietet: da findet sich zuck die derbste Velsim-lichung des Göttlichen, die rohcste Plastik. Diese perhorrescirte des subtilere Heidenthum ZoroasterZ. und verminderte die dreipo > enzigePIastik zur z w e i fa ck e n Dimension der Fläcke. zurMalerei. Dabeiblieb aber das vielge rühmte Perserthum, mit seinem D oppelprincip e an der ZLitze, ein echter ^luö- und Abdruck unserer eingebornen D en k so r m von Zatz u-ld G cgen sa tz; ein ausgeprägter Nationalismus der construireuden Vernunft und damit mit jedem andern Heideulbum in gleicher Entfernung, ja im Gegensatze zur Offenbarung. Wlr verweisen deßhalb auf den alren Protest im Iesaiab. (XI.^, 5, 7), Dieserft'imrt V Ud erd ien st, der Bilderdienst der Imagination , ist nun sehr früh in die erhabene Heilsiehre eingedrungen, und hat sie ^erunehrt. Wir sehen zwar noch keine Malereien, aber sehr umständliche Schilderungen mit Worren, so ausführlich, daß ein späterer Künstler nach ihnen den Heiligen Zc-raels leibhaftig auf einem, von phantastische-, Thieren gezogeuen Gökterwagen Ormudz's nachzubilden im Stande war. Das Bild eristin noch in Florenz als ein Frevel gegen Zhn. der nur im Geiste und der Wahrheit erkannt und verehrt sein will. Die Autoren im Talmud haben die Form res Gesetzes geschont, seinen Geist aber-tief verletzt. Immer zahlreichere Gestaltungen drangen ins Judenthum, besonders mir der Mystik, der Kabbalah, ein. und bemächtigten sich seines Gomodienstes Zuletzt enkbeiligten Feruers und Hypostasen, Werke menschlichen Aberwitzes, die Andacht der Synagoge, eingewoben in fast alle Gebets»! meln aus jener späteren Zeit einer schwülen, sänvülstigen Mystik. Magische Kreise und Anmiete mit fürchterlichen Namen traten an die Stelle der lauteren Gorresverebrung. der wahrhast geistigen Andacht. Die heidnische Liliih Michma Militta, (oder Molidita) spukte in den Stuben der Wöchnerinnen, und selbst fromme Rabbiner verfielen in diese Abgötterei und trieben ErorciSmen. Wo blieb da die alte