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Der israelitische Volkslehrer · 1857-03-01 · Heft 3 (März 1857) · page 13

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 3 (März 1857)
Date
1857-03-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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von vr. Steiuheim. 8ü ser Augenmerk einzig aus dieses feinere, und dadurch um so leichter verführerische, und die Besten täuschende! Heidenthum, die Lehre Zoroasters. zurichten. Diese s. g. Feuer- oder Li chtlehre hat die letzten Verunreinigungen der echten Gotteslehre verursacht; sie hat die letzten fremdartigen Götzenlchren hergegeben, die Offenbarungslehre zu verunstalten; was dem Feinde der Menschheit in solchem Maaße gelungen ist, daß man noch gar nicht abzusehen vermag, wie diese Mischung mit schlechtem Zusatz wieder herauszubringen ist. Ist die? schon im verfälschten Zudenthum so unendlich schwierig, so wird es in einer, aus ihm abgeleiteten. Glaubenslehre vollends unmöglich, so sehr finden sich einige Elemente der Uroffenbarung mit einem Ueberniaaße zoroastrischer Dogmen verwebt, ja in ihnen verfilzt. Doch ist es glücklicherweise auch nicht unseres Amtes, in diesem Neligivnsgebiete jene Reinigungs- und Läuterungsarbeir vorzunehmen. Wir haben genug gethan, wenn wir vor der eigenen Thüre den Kehrbesen erfolgreich gebraucht haben. Wir wollen uns in unserer Absicht nichl bei unerheblichen Dingen verweilen; nur im Vorbeigehen wollen wir erwähnen, wie vielfach das Grundgebot: „Du so llst d ir kein Bildn iß machen" verletzt worden ist. Zwar kann es Niemanden einfallen, den Rabbinismus des groben, sichtbaren Bilderdienstes anzuklagen. Diesen aber verwarf selbst das altpersische Heidenthume, ohne darum etwas anderes, als pures, ausgeprägtes Heidenthum zu sein. Der Abscheu des Perserthums vor Bilderdienst liefert einzig den Beweis daß dieser dem Heidenthum nicht wesentlich, kein unzerstörbares Merkmal (lüliüraotsr mäLlebüö) desselben war und ist) sondern nur umgekehrt, daß der vorhandene Bilderdienst ein sicheres Merkmal des, ihn fordernden Heideuthums sei. Dieses ist ohne Jenen, Jener nicht ohne dieses denkbar. Auch war der eigentliche Bilderdienst ausschließlich ein Gegenstand der Bildhauerkunst, nicht der Malerei; die heilige Schrift verwirft ausdrücklich nur das gemeißelte oder das gegossene Bilderwerk, weil nur solches Gegenstand des Cultus war. Die Abstraction der Skulptur, die Malerei, kam erst sehr spat an die Reihe zur Fertigung von Devotionsbildern. Sie gehört in dieser Absicht der neuesten Phase des Bilderdienstes im modernen Heidenthume an. Aber weder Malerei noch Bildhauerei ist dem Heidenthume nothwendigz denn Beide sind als nichts. denn als äußerliche Darstellungen innerlicher Sinnlichkeit, gemeiner und grobsinnlicher, oder verfeinerter und veredelter Natur, anzusehen. Die Sinnlichkeit, die ihnen im Innern der menschlichen Seele zu Grunde liegt, und ihnen vorangeht, diese ist es, auf die es ankommt. Bild ist Bild, gleich-,

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