Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 3 (März 1857)
- Date
- 1857-03-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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vvn vr. Steinheim. 83 höhl und corrigirt das Andere. Daher das Streben der lZrfahrungswissen schaften nach dem Eracten einer mathematischen Formel gewiß, daß da. wo diese gewonnen ist. eine feste Basis zum Vorwärtsschreiten gelegt sei. Daher ist in diesen Wissenschaften kein Rückgang, keine Faselei, kein Andersmeinen mehr möglich; wer hciue noch Astrologie ernsthaft triebe, der würde sich zun, Jrrenhanse verdammen. — Diese Basis ist nun für die Astronomie und Physik gewonnen. In ihnen steht das Erinnern und das Erlernen da. wo jedes am rechten Orte ist. und so gehen Beide in großer Harmonie Hand in Hand, ohne sich Uebergriffe ins Gebiet des Nächsten zu erlauben, die denn auch sehr bald zurückgewiesen werden wurden. Aber da gibt es auch eine Wissenschaft der nicht» sinn! icke« Dinge, in welcher man, als könnte es nicht anders sein, noch immer statt eines Erlernens, ein Erinnern, und nur dieses gelten läßt. — Die Religion, näher: die Glaubenslehre, Theologie, dieErkenntniß von den göttlichen Dingen, ist noch diejenige unter den Wissenschaften, die ihres realen, anerkannt objectiven Gegenstandes entbehrt, und die noch heute auf der Stufe der Theosophie, gleich der einstmaligen verschollenen Astrologie, stehen geblieben ist. An einer wirklichen theologischen Wissenschaft, nach Art der eracten synthetischen, die, wie es der Name „Synthetik" ausspricht, unserem m-- nern Erkennen ein Neues, das wir erst erlernen sollen, hinzufügt, hat man bis heute gänzlich verzweifelt. Man hat nur, den Schein zu retten, einem tatsächlichen Rationalismus, einem Ä e rn u nftd og m a. Ansehen und Titel eines von Außen Empfangenen, einer Offenbarung mitgetheilt. Dieß ist bereits vom Kritiker Benjamin Jäsche, in seiner lehrreichen Schrift.- Die Geschichte d es Pa nthets m us, aufs überzeugendste nachgewieft». Mythus, natürliche Religion und Philosophen,, sind ein dreifaches Erzeugniß aus Einer Wur;el, unsererarch it ekto n i s chen, c on stru ire nden V e rnuuft, und tragen die gemeinschaftliche Signatur, den Abdruck des Gefäßes, in dem, nnd von dem sie geformt sind, an der Stirn; sie sind das Spiegelbild unserer schaffenden Vernunft, eine Projettisn unseres eigenen Wesens nach Außen, gleich dem Scheinbilde des täuschenden Hohlspiegels, der mir ein wesenloses Luftbild verzaubert. Man hat in der Geschichte des VoWs Gottes sein ewiges Hinneigen zum Heidentyum, als eine reine Widerspenstigkeit gegen seinen göttlichen Gesetzgeber und, Führer, aiifgefaßt; man hat ihm darin theilweise Unrecht gethan. Der tiefere