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Der israelitische Volkslehrer · 1857-03-01 · Heft 3 (März 1857) · page 10

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 3 (März 1857)
Date
1857-03-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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32 Wktur u«r Rkchien noch jirr Linken, In ftnbercn Schriften haben wir bereits, und zwar von verfcbietkükü Ztanvpunkten aus. die charakteristischen Uitterscheidungs^- merkMsie yvifchen dem Mythus und PhilosopHeine des Heidnttbmnes, den Produclen der uns inne wohnenden, reinen Vernunftthätigkeit, als eines construirenden Vermögens (des Rationalismus in weitester Bedeutung) und der wahrhast wirklichen Offenbarung, feftzustetten und mit möglichster Bestimmtheit und Klarbnl zu bestimmen gejuckt. kann daher unsere Absicht nicht fein. das. nach dem Maaße meiner Kräfte hinlänglich und erschöpfend Erörterte, hier, nochmals auseinander zu fetzen. Wir dürfen erwarten, vaß, wer Gegenwärtiges aufmerksam liest, mit den; Vorangegangenen in der Hauptfache vertrau: sein werde. Er wird es wissen, daß wir den Ossenbarungs- Segriff, seiner Form, wie seiner Materie nach, scharf umgrenzt und. durch Ausscheidung alles Fremdartigen, vor jedem Mißverstandnisse, vor jede? Verwechselung mit Aehulichcm, sicher gestellt baden. Doch mag jene, als Ausgangspunkt vorangeschickte, Mar-me, uns zum Anknüpfungspunkte wichtiger Deduktionen dienen. Vor Allem geben wir zu bedenken, daß dasjenige Dcnkproducr, welches wir aus dem eigenen Innern herausbilven, ein Produkt des Erinncrns. nach platonischer Ausdrucköweise, ein einfaches .»Haben" bezeichnet; dagegen alles dasjenige, was uns außen her zukommt, eiu „Lernen" ein „Erwerben" fordert. Beiderlei Gevankendinge werden sonach, zur runden Vegriffsform ausgebildet, zwei ganz verschiedene Denkoperationen voraussetzen; eine reine Entwickelung, eine Entfaltung das verworren und zusammengefaltet in unserm Geiste seiner Natur gemäß Enthaltenen — (Mathematik, Logik); dieses ist ein wahrhaftiges Erinnern, ein Aeußerlich-Werden eines Innern; eines zur klaren Ivee hervorgetretenen, inneren, ursprünglichen, dunkeln Bewußtseins. Die andere Denkoperation dagegen beschäftigt sich mit einem, durch die Sinne empfangenen, äußerlichen Gegenstände, mit den Objecten des S,i nnen faltigen. In der allgemeinen Ausdrucksweise unterscheiden wir nach dieser verschiedenen Geisteöfunction das Erfinden vom Entdecken. Der Astronom erfindet und entdeckt. Er erfindet die mathematischen Formeln, mittelst welcher er die Bahnen. Distanzen, Unilaufszeiten, Perturbationen der Himmeiskörper berechnet; und entdeckt, als Naturfoscher, mittelst des bewaffneten Auges die Himmelskörper selber, zufrieden, sie in der Nähe des berechneten Ortes zu finden. Die Erfindung gewährt s,A jtttiv-Neues; die Entdeckung objectiv-Neu es. Eines er-

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