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Der israelitische Volkslehrer · 1851-12-01 · Heft 12 (Dezember 1851) · page 23

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 12 (Dezember 1851)
Date
1851-12-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Diva» Zuda HalevlS von Geiger. 291 das Gebiet der Sage verliert, welche ihn unseren Blicken enthebt, während im lichten Gewände feiner Lieder sein Geist uns als heiliges Erbe geblieben ist. In jene Abtheilungen nun werden von dem Verfasser in origineller Weise eine Auswahl dieser Lieder so verwebt, daß diese und das erläuternde Wort sich wechselseitig ergänzen und verschönern. Freilich^chen der Rachbildung der hebräischen Gesänge, namentlich derer, die nach arabischem Muster in künstlichen Versmaßen gedichtet sind, dem Uebersetzer fast unüberstekgliche Hindernisse entgegen, und die Kürze und Gedrungenheit des Ausdrucks sowie der Re:; der eingelegten Bibelverse ist nicht wieder zu geben, so daß der des Hebräischen Unkundige nicht leicht einen Begriff von der Schönheit und dem Zauber des Orginals empfängt. Man muß da uolevg volens dem Rathe He ine's folgen, der seine Geliebte auffordert: »Nachzuholen das Versäumte »Und hebräisch zu erlernen! „ . . du kannst alsdann »Im Originale lesen »Iben ESra und Gabirol, »Und versteht sich den Halevy!" Doch zeigt Geiger seine Gewandheit in deutschem Ausdrucke auch beim Baue seiner Verse, nnd haben uns da das Freundschaftslied (S. 44), das religiöse Gedicht (S. 50), die schöne Schilderung des Seesturmes (S. 82), das Rettungslied (S. 93), endlich die kleinen Gedichte (S. 20. 21. 26. 52.) besonders angesprochen. Wir lassen von den letzteren, da uns der Raum verbietet, größere Auszüge zu geben, einige folgen. DaS graue Haar. Ich sah' auf meinem Haupt* ein graues Haar, Da riß ich'S aus, kaum wurde ich'S gewahr. - . Da sprachS: „wenn ich allein, besiegst du mich; Was thuk jedoch, wenn folgt die ganze Schaar?» Vaters Namen «Inda-bei seinen Lebzeiten führte, die Sitte also, Kinder erst nach dem Tode der Großeltern nach deren Namen zu nennen, nicht bis in jene Zeit zurück datirt, ES scheint uns auch der Brauch, daß die Großeltern durch die gl-iche Benennung der Enkel in diesen gleichsam der eigenen Wiedergeburt ßch bei Lebzeiten freuen sollen, viel vernünftiger. Knaben sollten zugleich auch den Namen deS Gevatters bekommen, damit dieser an die Wicht erinnert werde, eintretenden Falls Vatersorge zu übernehmen, eine Pflicht, die bei den Christen weit.eifriger als bei uns geübt wird. Anmerkung des Herausgebers.

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