Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1851)
- Date
- 1851-12-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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ZW Pix Aufgabe deß isrsliLLsches Handwerkers, leden heilig zu haltetl, dennoch dort, wo das Böse in eine Familie sich eingeschlichen, keine Schonung sein, keine Rückficht gelten soll. Da heißt es: (S.B.M. 13, 7) »wenn Dich verleiten will Dein Bruder, der Sohn Deiner Muttern, oder Dein Sohn, Deine Tochter, oder Dein Weib oder Dein Freund, den Du wie Dein eigenes Leben liebst, so sollst Du ihm nicht folgen, auch nicht auf ihn hören. Du sollst keine Schonung haben, Dich über ihn nicht erbarmen und eS nicht verhehlen; Deine Hand soll zuerst wider ihn sein!" — So, m. Fr., achtet unsere heilige Lehre darauf, daß nicht durch die Familie das Volk verderbt werde. Denn das Familienleben ist die Grundlage eines Volkes. Ist das Familienleben überall nach den Gesetzen der Tugend und Sittlichkeit geordnet, dann ist eS auch das Volk im Ganzen, und ein solches Volk wird groß und mächtig werden. Denn seid ver- MM, wir verschaffen uns die Kraft, für's Vaterland zu dulden und zu tragen, sowie mit Much und Zuverficht seinen Feinden entgegenzutreten, nur im Kreise unserer Familie, in unserm elterlichen Hause. Wo aber das sittliche Leben in den Familien verfallen ist, da ist auch schon das Volk gefallen, und Niemand kann eS mehr aufrichten. So fiel das israelitische Volk, und fv sind alle Völker gefallen, die auf Erden den Untergang gesttnden« — Darum sollen dies Alle, darum soll eS vor Allen der Handwerker beherzigen, dessen schönste Freuden in seiner Familie blühen, dessen beste Erholung von schwerer Arbeit im häuslichen Kreise zu finden ist. DaS Familienleben sei Euch daher ein geweihtes und geheiligtes vor Gott und Menschen. Erkennet, würdigt seinen großen Einfluß! Die Familie ist eS, die den Menschen zur hohen und mSchtignnZeder Libanons heranwachsen oder ihn verkümmern und verkrüppeln läßt, daß er wie niedriges Gestrüppe kaum das Leben stiftet. Sie ist eS, die den Menschen in der Hand hat, und ihn formt, .««Nl "!'2 »wie der Lehm geformt wird in der Hand deS Töpfers." Der vortrefflichste Marmorblock, das feinste Ebenholz müssen erst zugehauen und geschnitten werden, dann können die herrlichsten Statuen, die feinsten Geräthe daraus verfertigt werden. Der