Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1851)
- Date
- 1851-12-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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. seiner Familie gegeaübe^ zg^ beste Marmor und daS vorzügliche Holz müssen aber zn Grunde gehen, wenn man sie Wind und Wetter Preis gibt, daß die Feuchtigkeit sie zerstört und der Wind sie springen macht. Ss gehen oft die edelsten Naturen ohne häusliche Pflege zu Grunde. Freuet Euch, meine jungen Freunde, daß treue Eltern um Euch ßch bemüht haben, und lasset die heilsamen Eindrücke in der Fremde nicht verloren gehen, welche Ihr aus dem Familienleben empfangen habet 5 — Denn ein solch' inniges Familienleben, in schöner Vollendung, in höchster Reinheit und Klarheit war grade beim Juden vorhanden. Zu einer Zeit, wo er ganz geknechtet, von allen Seiten gedrückt und bedrängt, getreten und zertreten war, von allen Seiten mit Koth beworfen, mit Schmach bedeckt: auch da verlor sich die Reinheit und Lauterkeit seines Familienlebens nicht, und eS glich dies einem Diamanten, der im Schmutze liegt, und auch da, in seiner Erniedrigung, seinen hellen Glanz uicht verliert. Mochten auch von Außen noch so viele Stürme toben, wenn sie auch Alles rings herum zu zerstören drohten, unser Familienleben, das friedliche, beseligende, griffen sie nicht an. Da hieß es gerade in solch sturmvoller Zeit mit den Worten des Propheten (Jes. 26, 20): «2 'vp „Geh' mein Volk, komm' in Deine Kammern, "p^l -rOI, und verschließ die Thüre hinter dir; ZM 'IN, verbirg Dich nur einen Augenblick, VZN ^j)'» Nj^, bis der Sturm vorüber ist!" Das schützte und umschirmte den engen Kreis im Innern, bei dem vielen Leid und Weh' auf der Straße; in der engen Stube waren schönere Seeligkeiten und Freuden zu finden, als der Jude draußen in der Welt entbehren mußte. — Ihr vaher, meine jungen Freunde, die Ihr einer anderen Zeit angehört, die Ihr als Handwerker und ehrbare GewerbSleute Euch an den Bestrebungen der neueren Zeit betheiliget, vergesset nicht daS Gute, was auch die alte Zeit hatte, und daS schöne jüdische Familienleben gelte Euch als ein heiliges Erbe aus der Vorzeit! — Ach, Manche unter Euch werden sich noch erinnerrn können, wie oft der Vater die ganze Woche von Dorf zu Dorf tiehen mußte, um die Familie zu ernähren, und daS Brod für