Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1851)
- Date
- 1851-12-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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'Klmilie gegenüber. soll. Was ist es nun, das zunächst diesen heilsamen und förderlichen Einfluß auf den Menschen übt? Es ist die Familie. Die Familie ist eS, in deren Kreis der Mensch leiblich und geistig vom Niederen zum Höheren erzogen wird. WaS er ist und wird, wird er durch sie. All die guten Lehren und ernsten Unterweisungen, die wir da empfangen, sie prägen sich für alle Zeit und Dauer tief in uns ein, und wenn wir auch daS Wort vergessen haben, der Geist und Gehalt derselben ist uns geblieben. Daher läßt sich gewiß in diesem Sinne das Wort unserer alten Weisen sagen: VTP'LO VNVtt N1Ä „Das Verdienst der Eltern ist es, das den Kindern beisteht." Wenn sich nämlich die Eltern wirklich ein Verdienst um die Erziehung der Kinder erwerben, indem sie diese zu wackeren und tüchtigen Menschen heranzubilden sich bemühen, vann genießen in Wahrheit die Kinder die Früchte solch edlen Bemühens ihrer frommen Eltern. — Der enge Kreis der Familie, meine jungen Freunde, er ist es, in dem wir die Vorbereitung zu unserer künftigen Lebensstellung erlangen. Es kommt daher Alles darauf an, wie eben diese Vorbereitung beschaffen, wie die häusliche Schule eingerichtet ist, aus der wir hervorgehen. Wer in unreinem Wasser sich badet, der wird nicht rein herauskommen, wie Hiob (14, 4) spricht: INN dH, LWLQ "NNV 'O „wer kann aus dem Unreinen da? Reine hervorschaffen? Niemand!" Wo die Umgebung eine schlechte und verderbte ist, da wird der Mensch von den schlimmen Einflüssen nicht frei bleiben. Wie das Wasser, je nachdem eS über gewisse Steinschichten fließt, einen gewissen Beigeschmack annimmt, da einen salzigen, dort einen saueren, anderswo wieder einen schwefligen: so ist es auch beim Menschen! Er nimmt in seinem Aeußern und Innern die Richtung, die Art und Weise an, wie sie auS seiner Umgebung auf ihn einwirkt; unter tückischen Menschen, die verkehrten HerzenS und Sinnes sind, wird er tückisch und verkehrt; unter Reinen und Schuldlosen wird er rein und schuldlos; unter Frommen und Gerechten fromm und gerecht. Daher hört Ihr auch in der gestrigen Parafchah, daß, wenn gleich sonst überall im Gesetze Schonung und Milde anbefohlen, und sorgsam darauf gesehen wird, auch keinen Fruchtbaum zu zerstören, vor Allem aber daS Menschen-