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Der israelitische Volkslehrer · 1851-12-01 · Heft 12 (Dezember 1851) · page 2

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 12 (Dezember 1851)
Date
1851-12-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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ZZy Dl> Aufgabe des israelitischen Handwerkers, v. Dte^ Thaten, dieser wahre Durst, Etwa« zu vollbringen, liegt in jedem Menschen, wenn auch der Träge ihm nicht durch entsprechende Thatigkeit genüge leistet. Fraget selbst diejenigen unter Eueren Bekannten, die lässig sind, fraget sie einmal, ob sie in der Trägheit froher und fröhlicher waren, oder ob sie dann mehr Befriedigung in sich fanden, wann sie es einmal über sich vermocht und irgend eine Arbeit geleistet? Ich brauche deßhalb nicht von den Fleißigen und Arbeitsamen zu reden, die nach jedem vollbrachtem Werke um so freudiger, weil um so kräftiger und-sicherer, zu neuer Arbeit schreiten. Der Lehrjunge schon hält es für seine Ehre, wenn ihn der Meister an größere Arbeit stellt; Gesellen und Meister suchen ihren Ruhm darin, etwas Besseres uud Größeres als die Andern zu leisten. — Der Handwerker hat daher auch eine bestimmte Aufgabe zu lösen und zwar zunächst als Handwerker seinem Handwerke, dann als Mensch den Menschengegen. über. 1. Ich brauche wohl nicht zu bemerken, daß das Handwerk vor Allem nach allen Seiten und Richtungen hin tüchtig erlernt werden müsse. Es gilt dieß namentlich für den israelitischen Handwerker, daß er sich auf dem unter den Jsraeden Zweck, den Handwerkslehrlingen, die früher dem Tempel ganz entfremdet waren, eine religiöse Erbauung und geistige Erhebung zu bieten. — Dieser Gottesdienst wird Nachmittags abgehalten, weil man manchen Schwierigkeiten — äußerlichen wie inneren— die Vormittags dem Unternehmen sich entgegen stellten, ausweichen wollte. Er besteh: aus dem Mincha-Gebet. deutschen Liedern und einer Rede. Ueber alle Erwartung findet es sich, daß -ber Tempel nicht blos von den betreffenden Arbeitern, sondern auch von anderen Zuhörern gefüllt wird, trotzdem die Stunde — 3 Uhr — die unbequemste ist. — Meine Reden find nun zunächst für Handwerker berechnet. — Ich strebe den Geist dieser jungen Leute anzuregen uud aufzuwecken, und was Geist imJudenthume ist, festzuhalten. Die Sprache ist einfach üud das Gemüth anregend, wobei mir oft Gleichnisse, Sprüche, Erzählungen ,c. sehr zu Statten kommen, um den Geist rege und wach zu halten." — Möchten diese volksthümlichen Vorträge auch in weiteren Kreisen anregend wirken, um unter den Israeliten in Stadt und Land den Sinn für das Handwerk und seine Ehre immer mehr zu beleben. «»«.». Rev.

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