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Der israelitische Volkslehrer · 1851-11-01 · Heft 11 (November 1851) · page 4

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 11 (November 1851)
Date
1851-11-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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^248 Gvtt sprach Z . ' . " ' ^göttliche Geist, der hier waltet, immerhin stehen an der Spitze i jedes gewichtigen Abschnittes die Worte: ^"M und Gott ^sprach, als mahnende Inschrift für dich, die dir warnend znruft: 5 hier ist ein Heiliges und Göttliches, und wenn du hknantrittst, da durchdringe dich ehrfurchtsvolle Scheu, da entferne die sträfliche Leichtfertigkeit, die anmaßliche, frevelhafte Selbftuöerhebung, ^und wenn dn Bedenken trägst und zweifelst, nun so zweifle ^wenigstens auch an deiner eigenen Unfehlbarkeit. Nicht also eine leere Einleitung nur, nicht eine inhaltlose Formel Z bloß find die Worte 12^1: „und Gott sprach"; nein, sie sind! der geistige Odem, der über das Ganze gegossen, sie sind das Z Wesen und.der Inhalt selbst, durch sie erst erhält das, was - folgt, Werth ^nd Bedeutung; fte sind ein Fingerzeig für uns, wie wir das, was sie einführen, zu erfassen und zu beurthcilen! haben. — 2. Doch wie? lieben Freunde! ist es Gottes ewiges, unzer- ' störbareS Wort, das wir hier vernehmen, nun dann wären alle Fragen ja gelöst, alle Räthsel ja enthüllt; dann müssen wir ja still, demüthig uns beugen unter das über allen Zweifel erhabene Wort der Schrift; dann hätten wir ja nur hinzuneh-! men blindlings, ohne zu frage» und ohne zu forschen; waS ' sprächen wir dann, und was dürften wir sprechen von den Forderungen des Geistes, von den Mahnungen eines fortgel schritteuen Bewußtseins? ist es ja überall der unveränderliche Wille Gottes, den wir heute erfahren, wie er damals sich kund; gethan! Ist die heilige Schrift daS unveränderliche Wort Gottes, dürfen wir dann, Israeliten, die wir nur sie alS die ewige ' Grundlage unseres Glaubens achten und heilig halten, dürfen wir von Fortschritt, von Fortentwickelung uud Fortbildung sprechen?— . Nun seht, lieben Freunde, allerdings ist eS GotteS heiliges : Wort, daS wir überall vernehmen; allerdings stehen die Worte:! 'N „und Gott sprach" überall mahnend und warnend für den gar leicht sich überstürzenden Fortschritt; aber eS heißt: NVV "QN'i „ und Go t t sprach zu Moses!" Nicht Z unmittelbar ließ er sein Wort die Geister durchdringen, nicht auf übermenschliche Weise thut er hier seinen Willen Allen zu-

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