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Der israelitische Volkslehrer · 1851-11-01 · Heft 11 (November 1851) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 11 (November 1851)
Date
1851-11-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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zu Moses. 247 von gedankenschwerem Ernst durchdrungen, von tiefem Inhalt erfüllt. — Und so sind die Worte, lieben Freunde, die wir heute zum Tert uns gewählt, gleichfalls nicht leer und inhaltlos, nicht eine gleichgiltige einleitende Rede nur; nein, sie enthalten vielmehr die ganze und volle BcdtM^g^r^lM sie scheinen den Maßstab in sich zu tragen für die Beurtheilung der heiligen Lehren und Glaubensurkunden! sie sind die Richtschnur für denin derReligion nachWahrheit ringenden Geist, für das im Glauben nach Ueberzeugung strebende Gemüth. — 1. Vor uns liegen, lieben Freunde, die alten, durch ihren Ursprung und ihre Geschickte geheiligten Urkunden des Glaubens, ihnen zur Seite unzählige geistige Erzeugnisse aller Jahrhunderte, die aus diesen Urkunden entsprungen, und wie dieselben anerkannt und geheiligt sein wollen. Ihnen gegenüber aber, da steht daS mehr oder minter zweifelnde Bewußtsein der Gegenwart; da ringt der vor- und anfwärtsstrebende Geist der Menschheit und will die Nebel der Vergangenheit durchbrechen, will eindringen in die geheime Werkstatt des alten Geistes alter Zeiten, um zu erforschen, was wahrhaft aus ihr hervorgegangen, was ihr wirkliches Erzeugniß sei. Was geschieht, lieben Freunde? Nun, wir gehen hin an den lebendigen Quell selber, wir schlagen aufvas Buch, in dem das Urwort: "NN 'TN „eS werde Licht!" geschrieben steht, und siehe da, was in seinem gesetzlichen Theile fast auf jeder Seite zu finden, was an der Spitze fast jedweden wichtigen Gebots, jedweder heilsamen Lehre zu lesen ist, daS sind die Worte: -,2^1 oder 'N ivtt'l „und Gott sprach." Ja, was in diesem Buche zu finden und zu lesen, das ist daS Wort Gottes, waS auS seiner schlichten Redeweise zu unS spricht, das ist die Stimme Gottes, was aus seinen schmucklosen Zeilen uns entgegen weht, daS ist der Hauch, daS ist der lebendige Odem deS lebendigen GotteS; und wenn dn hinantrittst, o Mensch, um zu prüfen und zu untersuchen, da durchschauere dich der Gedanke: hier sprach, hier spricht Gott! Und wie du auch sonst über die Entstehungsweise dieses BuchS der Bucher mögest denken, was auch immer die Wissenschaft mag gewonnen, der Forschungsgeist mag gesunden haben, immerhin ist eS der 22*

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