Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 9 (September 1851)
- Date
- 1851-09-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
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SS. Gottesdienstliches. Aie KMesdienstordnung in der Sauptsynagoge zu Frankfurt a/M. (Fortsetzung vom Augustheft S. 192.) «. Versöhnungstag/!. Vorabend. — Ps. 103.. hebr., rezitirt. — Deutscher Gesang nach ver Melodie des »Kol-Nidre." dkissiik ttadd^itn S. 81—84. — Die Aol-Nidr<-Forme l ist natürlich abgestellt. Das Ungeeignete, was in dieser Formel liegt, wie dieselbe, abgesehen von dem Verdachte, welchen fie vielfältig bei Nichtisraeliten erregt hat, gewiß nicht würdig ist, de» großen Tag einzuleiten, bedarf sicher hier keiner weiteren Erwähnung. Für schwache Gemüther möge hier jedoch wiederholt auf eine Stelle aus dem Gutachten (511«^) eines der angesehensten Rabbinen des Mittelalters, U. Isaae den Ledescketa tL?I"^), 394, über diesen Gegenstand hingewiesen werden, wo derselbe fich auf die Anfrage eines College» über das -,Kol-Nidre" also vernehmen läßt.- „Jedenfalls ist besser, Xo1-Ri6rs gar nicht zu sagen, IlÖdH damit die Leute nicht leichtsinnig in den Gelübden werden. ll^d^ 1/j)' ^2)- ..... Nach meiner Ansicht, da einmal deine Gemeinde eine Abänderung an der gewöhnlichen Formel fich gefallen ließ, könntest du fie ganz abschaffen, selbst wenn deine Gemeinde Anfangs nicht gehorchen wollte . . .Gelingt dir diese gründliche Abstellung, so werden dich rühmen alle Weisen der Erde." 1111'' 'Iv^ j^V2N1 ^'N IN" 'M) ('*^1d< Eigenthümlich aber ist's mit der Melodie dieser sonderbaren Formel! Wenn Jemand ihre Töne der Ue Versetzung des „Kol-Nidre" an. passen wollte, in der That! er könnte des Lachens fich nicht enthalten, wie solch alltäglichem Inhalte so feierliche Musik gesellt sei! Die Hohheit des Tages hat gewiß einmal einen gefühlvollen Vorbeter überwältigt, und er dichtete eine Weise, welche das Gemüth tief ergreift, während die Untertage einer knöchernen juristischen Formel gewiß jedes Herz kalt laßt. Diesen Widerspruch auszugleichen, dem frommen Componisten jenes schönen TonstückeS in Worten nachzufühlen, waren wir bemüht, und wir haben die Geuugthuung, daß unser Lied: „o Tag des Herrn" bereits in vielen Synagogen den erhabensten Tag einleitet und durch die feierlichen Töne des Gesanges die Gemüther in würdiger Weise zur Andacht stimmt. — Wir werden die Melodie später in diesen Heften mittheilen. In dem „Chissut Habbajith" ist fie bereits weiteren Kreisen bekannt geworden. — Einleitungsrede.— Hierauf ^recou u. f. w. der übliche Gottesdienst. und '2 ^twral, nach Sulzer. Nach der Te- Ml« folgt- PQW 'N^P' bis -^1? NO!"! 2"N' Dann: "NF «727 '51 Alles Andere fällt aus. Nach dem Zigdal- Gesange ein deutsches Gebet. »l^N 2. Das Schacharith-Gebet. — Der FrühgoUeSvienst (um halb 7 Uhr begiunend) wie am NeujahrStage (S. 189.), mjt Einschaltung von "lUZ llV Die »LeüUs," wiederholt (wie am NeujahrStage S.