Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 9 (September 1851)
- Date
- 1851-09-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Eintritt m'S Vaterhaus. 2t l das Herz erfüllt mit der höchsten Seligkeit, v^tt " pvl L«V EineSonne und einSchild ist uns heute derEwige Gott; „eine Sonne," denn sein erheiterndes Licht durchdringt heute alle Winkel unseres Herzens; „und ein Schild", denn alle bösen Eindrücke der Aussenwelt halt er heute von uns ab; O'QN2 O^N^? 21V 87 heute entziehet er nicht das Heil, denen, die wandeln in Frömmigkeit.-- Und so wünsche ich, daß der hohe Segen dieses Tages in euch fühlbar werde heute und an euch bemerkbar werde morgen und zu jeder Zeit, daß der Strom der Seligkeit von diesem Tage sich ergießen, möge durch die Kanäle des Heiles über alle Tage des Jahres! — Und was meine ich da für „ Kanäle des Heiles? " — Ich meine damit die übrigen Fest- und Sabbathtage des Jahres, die mit dem Versöhnungtage denselben Zweck haben, zu vermitteln die Ansprüche des Geistes und des Leibe^ Denn die Sammlung aus dem Treiben der Welt^meme^freunde, kann durch den Versöhnungstag allein nicht gelingen; er ist nur der Anführer; er braucht Helfer, um die Uebergriffe der irdischen Begierden zunickzutreiben; diese Helser sind die Feste, sind die Sabbathe des Jahres. Auch ihren Segen empfehle ich euch heute; achtet ihn nicht geringe; was jene Tage, die Gott wie Blumen aus Even geflochten hat in das alltägliche Gewebe des Lebens, zur Erinnerung an die Heimath und die Bestimmung unseres Geistes beitragen, das vergesset nicht, dessen werdet eingedenk heute beim Aufenthalt' im Hause des Vaters. — Ich will euch darum ein Gleichniß noch zum Schlüsse erzählen; ich weiß, daß ihr das ermahnende Wort in dieser Schale am Liebsten annehmet. — Es MgQ einmal ein armet Mann, der wohnte mit Weib und Kind in einem finsteren Gäßlein, in einem engen Haus' und es war viel Roth und Elend in dem Hause. Aber der Mann hatte treue Freunde, und wer treue Freunde hat, der ist nicht arm. Namentlich waren eS zwei Männer, die ihm viel Gutes thaten. Der Eine wohnte in der Nähe; er kam regelmäßig jede Woche zum Besuche; und wann er kam, da ward'S hell im Hause; er brachte stets reiche Gaben mit; die Kinder iv*