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Der israelitische Volkslehrer · 1851-08-01 · Heft 8 (August 1851) · page 22

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 8 (August 1851)
Date
1851-08-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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SottesdieustlicheS.? tagen cS. 71-), mit Sinschalwng voa ^Nd5 7122- DaS Nnt ^bleibt weg. z Die „LslUlz" zuerst in stiller Andacht, danuvom Dorbeter wiederholt. Dir halten diese Wiederholung durch die Rückficht vollkommen motivirt, daß ei- L nerseitS an diesen Tagen daS Gemüth kch mehr nach stillen Ergüssen sehnt, anderseitt eine längere Dauer des Gottesdienstes von der durch Iahrhunverte geheiligte» Sitte erfordert wird. Auch geben die in den wiederholten Vortrag eingeschalteten Gebete (?wtu»)der Andacht neuen Schwung und Spannkrast. Von^die,?se» find beibehalten, am ersten Tage: -^Q' bis bloS die beiden I Verse; ^ZN PSV' und NNd^2 mit ^1Z7 Dann 7^"P1^^7 und hierauf : i2'N7tt TlNX ^2 NL^Ns) N7^?N "Hl ' .-1?v Am zweiten Tage: dann -fM wie oben; Chor und Rezitativ; N7^N N7 wie oben. Alle? andere» Piutim fallen weg. — ">7O und >v in deutscher Sprache. (Lniss. S^dd. S. 56 — 22.) — 12I7Q jeder VerS vollständig vom Vorbeter rezitirt und von der Gemeinde wieder-? holt; die melodiöser Choral. — Thoravorlesung in herkömm- 1 licher Welse. — S»ktar» deutsch. — Predigt. I DaS Schofar» Blast«. — Diese in so hohem Ansehen stehende Cäremome wird immer Demjenigen, welcher in einem wohlgeordneten GotteS- " bievste alle Theile in schöner Harmonie gefügt zn sehen wünscht, als eine solche erscheinen, welche, in ihrer hergebrachten Form, die Würde und Ein, falt des öffentlichen EultuS beeinträchtigt. Ein verfehlter Ton, ein mehrfach wiederholter Anstoß kann die andachtige Stimmung stören, aufheben, den Ernst der Handlung in'S ertreme Gegentheil verwandeln. Im Tempel ehe- - malS war DaS ganz anders. Dort fehlte die Würde nicht. Alles war küvst- ' lerisch und harmonisch geordnet, so avch diese Cäremonie. Der Talmud erzählt uns, daß die betreffende Handlung ein Terzett von Blasinstrumenten ausmachte, nämlich von einem Horn und zwei Posaunen ausgeführt (^"Nt7! tMNXN NL? Rosen Ssgedan» 26, 2.) Die Talmudisten aber bestimmen, daß diese Ausführung nur im Tempel statt- - hast sei, anderwärts müsse man fich auf das Horn beschränken, indem es? heiße: „ 1^7, NVI^NI mit Posaunen und Höruerschall jubelt vor dem Könige, dem Ewigen (Ps. 98,«), also nnr im Tempel, wo der Herr thront, sollen fie vereint sein, anderwärts nicht. Als wenn Gott nicht überall thronte! VINN ^2 — UebrigenS wurde gewiß auch daS ,8ekok»r", welches so oft i« den Psalmen als musitalisches Instrument vorkommt, in früheren Zeiten anders behandelt, als solches von unseren jetzigen Dilletanten geschieht. 1 Der Talmud noch sagt uns («oson vasclumA 29.2): „daS Blasen auf dem - Senot» sei eiue Kunst, keine Arbeit" (N2X*?V N2^1 NQ2N). während j unsere jetzigen Blasenden fich oft so unschön abarbeiten, daß mau wohl Z zur Umkehrung jenes Satzes berechtigt sein möchte. Doch Dem sei wie ihm wolle, die Pietät erlanbt zur Zeit keine Reform dieses Gebrauches; vir s

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