Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1851)
- Date
- 1851-07-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3129675-3129676-3129684--0177-3132672- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Bücherschau. Verkündigung deS göttlichen Wortes Hauptsache und Mittelpunkt der öffentlichen Gottesverehrung war. Hier wurde der Same der Wahrheit, der Gerechtigkeit und de? Friedens reichlich ausgestreut auf den Äcker empfänglicher Herzen; und die Aussaat trug hundertfältige Frucht." „O Wß es immer so geblieben wäre, Israeliten! ES stunde dann besser um uns und um das theure Kleinod, welches die Vater auf uns vererbt haben, damit wir's vererben auf Kind und Kindeskind." „Aber ach! es blieb nicht also. Das Wort Gottes ward immer seltener verkündet in Israels Gotteshäusern; und die einsichtigem Frommen klagten vergebens, daß hier gar nicht, dort aber das gepredigt würde, was die Einen nicht verstehen, die Andern nicht suchen, und was Keinem nützt und ftommt." „Um so dankbarer preiset daher den Herrn, Israeliten! der unsere Zeit so hoch begnadiget, daß sie immer eifriger strebt, die Predigt des göttlichen Wortes in ihr altes Recht einzusetzen." Die Erhaltung des Judenthums im Kampfe mit der Zeit. Ein Bild aus der Vergangenheit, belehrend für die Gegenwart. Predigt von vr. S. Holdheim, Rabbiner und Prediger bei der Reformgemeinde in Berlin. (16. S. bei Leop. Lasser. Berlin 1851.) Die Behandlung dieses reichhaltigen Thema's knüpft der Verf. an die erste Mischna Aboth, wo bei Erwähnung der Fortleitung der Tradition bis auf die „MZnner der großen .Versammlung" die drei Grundsätze mitgetheilt werden, welche jene Manner, um die Bermittelnnz der Vergangenheit mit der Zukunft zu bewirken, als fruchtbare Saatkörner in das Feld einer neuen EntWickelung des Judenthums gestreuet haben, nämlich: „seid vorsichtig im Urtheil; stellet viele Schüler auf; machet einen Zaun um daS Gesetz." Daraus leitet er fir unsere Zeit, die, als für daS Judenthum gefahrvolle Uebergangs- und EntwickelungSperiode, viel Ähnlichkeit habe mit