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Der israelitische Volkslehrer · 1851-07-01 · Heft 7 (Juli 1851) · page 11

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 7 (Juli 1851)
Date
1851-07-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Geschichte von Kam und Abel. l55 Arbeit nicht, die blieb nach wie vor eine harte, fchweißkostende und dennoch nur einen kümmerlichen Erfolg bietende, denn die Erde sollte draußen, außer dem Paradiese, wie eS in der Bestrafung AdamS (1. B. M. 3,17.) heißt, dem Menschen erst nach unsäglicher Beschwerde ihre Gaben bieten, aber dies ganz gewiß nur zu deS Menschen höherem, wahrhaftem, moralischem Nutzen. Aber wie eS dem oberflächlichen, wohlmeinenden Leser ergeht, so ist es dem Kaiin selbst ergangen, er war betroffen und bestürzt von seinem harten Geschick im Anblick deS anmuthigen Lebenslooses seines minder thätigen und minder gottesfürchtigen Bruders; Nttv j'sH „das verdroß den Kajin sehr." Das Schicksal, das rätselhafte, und die dadurch aufgeregte Frage: H p^l PNX nv^ „warum ^cht-^^ft^ Frommen so Mlimn^md-Bös^ gut?" diese Frage, die von jeher die Feuerprobe und eine harte Versuchung für die Frömmigkeit und Glaubenstreue der Menschen war, sie war auch der Stein des Anstoßes, an welchem Kajin strauchelte und stürzte. Roch war er nicht verloren, mit seinem Gram im Herzen war er nur erst einige Schritte weit gekommen auf dem Wege des Verderbens. Gott wollte ihn retten mtts^ürviMi^ihn^e^ welche die große Frage vom Schicksalsrathsel nicht ihm lösen, — der Mensch kann nimmer die Wege Gottes ganz erfassen — aber durch Einflößung des Geistes ächter Frömmigkeit sie ihm ein für allemal von der Brust wälzen sollte: „Warum verdrießt es dich, und warum „sinkt dein Antlitz? Wahrlich, wenn du fromm bist, kannst du'S »ertragen; bist du aber nicht fromm, dann lauert die Sünde »vor der Thüre und nach dir ist ihr Gelüsten; doch dn kannst »ihrer Herr werden/' In diesen Offenbarungsworten ist daS Merkmal und die Kraft und der Segen der ächten Gottesfurcht gezeichnet; sie wirkt, wo sie vorhanden ist, in tansenderlei Gestalten, sendet ihr Licht und ihre Wärme aus in unzählbaren Strahlen, aber am mächtigsten und segensvollsten entfaltet sie ihre Kraft in solchen Lagen, wo eS dem Menschen sonst an Kraft gebricht, in Roth und Elend; wie das Licht am hellsten im Dunkeln leuchtet, so die Frömmigkeit zur Zeit der Bedrängniß; da, wo die Wucht. deS Schicksals schwer die Brust belastet, und

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