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Der israelitische Volkslehrer · 1852-08-01 · Heft 8 (August 1852) · page 25

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 8 (August 1852)
Date
1852-08-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Predigt, Was ist Sünde? 201 du sollst ja ein Mensch fein; darum spricht der Allmächtige: N^NI wn^'n Ott: nvn I^SNtt '2 „wahrlich, ich habe keinen Gefallen daran, einen Todten zu tödten, spricht Gott, der Herr, laßt euch zurück führen und lebet. „(Jecheskeel 18, 32.) Bist du auch als Mensch gestorben, so will doch Gott in seiner Liebe dich noch als Thier erhalten, damit du auch als Mensch wieder aufleben kannst.-— Dieß, Israelit, dieß der Zweck des Versöhnungstages; er will, wenn der Mensch in dir erstorben ist, ihn wieder erwecken von den Todten, daß du dich erhebest vpn der Stufe des Thieres zu dem des Ebenbildes Gottes, daß du so wieder dich versöhnst mit deinem Vater im Himmel. Das Reinmenschliche in dir weihe dem Höchsten, das Thierische in dir aber, so es dich beherrschen will, mußt du unterdrücken! So lautete der Zuruf des Versöhnungstages in der Vorzeit, so lautet er noch heute in unseren Tagen. Durch den Opferdienst sprach die Religion mit unseren Vorfahren. „Von der Gemeinde nehme er zwei Ziegenböcke zum Sündopfer und stelle sie vor Gott an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft"; (3 Mos. 16, 5. 7.) sie beide sind Opfer und stehen im Heiligthum. Dein geistiges und dein körperliches Leben, diese beiden Richtungen deines Daseins, stehen im Heiligthume des Menschlichen, sie beide sind von Gott und seien dem Höchsten geweihet. Doch trennen sie sich und wollen getrennt sich geltend machen, will das körperliche Leben sich erheben und dem Geiste sich übergeordnet erklären (das. 8.) in Auflehnung, in Widerspruch mit Gott (^M^ dann sende es hin in die Wüste (das. 10. 21.); verbanne es aus dem Kreise des Neinmenschlichen, denn durch die Vergötterung deines Körpers hast du den Satan in deinem Herzen, stehest du nicht mehr auf der Stufe des Menschlichen, sondern auf der des Thierischen. Israelit! Deine Religion verlangt nicht Abtödtung des Körpers, nicht das Zerfleischen deines Leibes, nicht daß du dich lebendig vergräbst in eine einsame düstere Zelle; nein! auch dein körperliches Leben ist von Gott, für welches du Sorge tra- *) NDNl NN VN *W?iSw NN 18

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