Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 8 (August 1852)
- Date
- 1852-08-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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33. Der Mondwechsel des Lebens. Vier Predigten für die vier Hauptfeste des heil. Monats Tischri. (Gehalten in der Hauptsynagoge zu Frankfurt a. M. 5612----1851.) Erster Vortrag. 33. Das erste Viertel oder die Jugend. Neujahrsbetrachtung über Prediger 11, 9. 10. — 12, 11. (Gebet.) Vordem hast du die Erde gegründet und deiner Hände Werk, die Himmel. Sie gehen unter, du bleibst; wie ein Kleid wechselst du sie, und sie wechseln. Du aber bist Derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende. Die Kinder deiner Knechte wohnen sicher, und ihr Saame hat Bestand vor deinem Angesichte. Amen. Ps. 102,26—29. A.Z.! Jedes Jahr geht eine Schöpfung unter; jedes Jahr entsteht eine Schöpfung neu. Der Wechsel der Jahreszeiten ist der Wechsel von Leben und Tod. Und der Wechsel der Jahreszeiten, wie der Wechsel der Jahre überhaupt erinnert uns am Neujahrsfest an die Vergänglichkeit des Menschen. — „Unsere Lebenszeit währet siebenzig, und wenn es hoch kommt achtzig Jahre, und ihr Stolz ist Müh' und Elend; denn schnell reißt es ab, und wir fliegen dahin (Ps. 90,10.) Wie des Frühlings Pracht verblüht, Wie des Sommers Glanz verglüht, Wie des Herbstes Laub verweht, Wie des Winters Schnee vergeht: Gott, so schwinden, eh' ich's merke, Jugendlust und Männerstärke, Kommen, flieh'n die ernstern Tage, Und der Tod stimmt an die Klage!.....