Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 8 (August 1852)
- Date
- 1852-08-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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186 Der Mondwechsel des Lebens. Erster Vortrag. O schmerzliches Gefühl der Flüchtigkeit! . . . . Neujahr, du bist mit Recht die Bußezeit; Führ' uns mit Ernst das eitle Leben vor, Doch öffne tröstend auch des Himmels Thor! An deinen heil'gen Tagen, hehr und groß, Zeig' mir das wechselvolle Menschenloos!..... Vier Tage sind es, m. Z., welche der heilige Monat lisowi uns zu feiern gibt, und sie fallen in den wachsenden und schwindenden Mond, in die vier Viertel des Monats, auf den ersten, zehnten, fünfzehnten und zweiundzwanzigsten Tag. Und stehe da! auch das Menschenleben hat wachsend und abnehmend seine vier Viertel, nämlich das erste Viertel ist die Jugend, das zweite ist das jugendliche Mannesalter, das dritte ist das reifere Mannesalter, das vierte ist das Gr eisen alt er. — Und dem ächten Frommen, dem wahren Menschen sind es vier Festzeiten des Lebens, jede von eigenem Reize begleitet, wie jede Jahreszeit für den sinnigen Freund der Natur einen eigenen Schmuck darbietet. — Aber ächt fromm sind wir eben nicht; als wahre Menschen bewähren wir uns nicht, und darum verwandelt sich so oft unser Fest in Trauer und wir klagen das Leben an und seine Schmerzen, während wir doch unter zehn Fällen gMH.„nM^Wl^MK^^ seres Lebens, die Schöpfer unserer Schmerzen sind!..... Deßhalb thun uns Menschen ernste Tage, Tage der Buße und der Betrachtung so Noth, D'N'' PWM ^Nw „damit wir ablassen von der Gewaltsamkeit unserer Hände," damit wir zur Einsicht und zur klarer Anschauung kommen, 1)"N TD Vtt Nv, „was wir seien, und was das Leben sei", wodurch es Wesenheit und Bedeutung erlange. Darum wollen wir an den vier Festen dieses heiligen Monats, O^N^N M', aus welchem vier gewaltige Ströme vom Garten Gottes das Land bewässern, die vier Viertel des menschlichen Lebens näher betrachten, damit wir die Bedeutung jedes einzelnen von ihnen und ihre Harmonie zum Ganzen würdigen und beherzigen lernen. Und heute am Anfange des Monats, am Gedächtnißtage, heute gelte unsre Betrachtung dem ersten Viertel des Menschenlebens, der Frühlingszeit des Erdenlebens,