Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1852)
- Date
- 1852-07-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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172 Stilles Wirken. Darum trag ich froh des Himmels Farben, Zum Gebeugten meine Stimmme spricht: Ob auch alle Freuden Dir erstarben, Dich ruft Gott: „blick auf! vergiß mein nich t'." Blümlein schwieg. Fast spöttelnd sprach die Rose: „Kleine Schwester, ich beneide Dich; Welch ein Glück ruht sanft in Deinem Schooße, Sage, hast Du keinen Trost für mich?" — „Dir auch hat der Himmel viel beschieden," D'rauf Vergißmeinnicht zur Rose spricht: „Deine Pracht wird Vielen Freude bieten! Aber ich — nein! ich beneid Dich nicht! — Gladenbach. I. Schönhof. 31. Nachrichten aus der Synagoge. Aus Kurhessen. * Bergen im Juli 1852 — Die Kunde von der Wiederergänzung unseres Landrabbinats durch die Ernennung des Herrn vr. Adler aus Kissingen zum Landrabbiner hat gewiß das Herz eines jeden edeldenkenden Israeliten des Kurstaates mit inniger Freude erfüllt. Denn in Folge der vieljährigen Erledigung dieses Postens mußten namentlich die Anstalten, von welchen Licht und eigentliches Leben für den Israeliten ausgehen soll — Synagoge und Schule — der erforderlichen Pflege, plan - und zeitgemäßer Einrichtung und Fortbildung entbehren, und geben wir uns daher der gerechten und frohen Hoffnung hin^ daß nunmehr die Bedürfnisse dieser so wichtigen Pflanzstätten des religiösen Lebens von der betreffenden geistlichen Behörde vor Allem gewürdigt, in's Auge gefaßt und die deßfalstgen Anordnungen in wohlthuender Bälde in^s Leben treten werden. M. Spindel, Lehrer. Aus Nassau. Im HerzogthUM Nassau hat das Ministerium des Innern seine Theilnahme für die israelitisch-kirchlichen Angelegenheiten, durch eine umfassende Instruktion für die Vorstände und