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Der israelitische Volkslehrer · 1852-07-01 · Heft 7 (Juli 1852) · page 18

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 7 (Juli 1852)
Date
1852-07-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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170 Bücherschan. Die neuere Zeit hat dies festgehalten. Nur finden wir auch da dieselbe Erscheinung wie überall. Man wollte sich von dem alten.Drucke emancipiren und hat nicht die Geschichte aus der Bibel, so wie die Geschichte der Juden überhaupt, unpartheijsch behandelt; aus Furcht vor Partheilichkeit nahm man gegen die Juden und gegen das Judenthum Parthei. Es ist das ein Fehler, den auch manche der besten Geister begangen haben. In der G e s ch i ch t e, die wir dem freundlichen Leser empfehlen, sind diese Fehler glücklich vermieden. Die Bibel wird, ihrer ursprünglichen Natur gemäß, in einfacher markiger Sprache erzählt; der wunderbare Glorienschein, bei einzelnen Thaten, wo die Bibel selbst nicht davon weiß, blos ihre Ausleger, welche glauben die Bibel dadurch nur noch erhabener zu machen, abgestreift; die Begebenheiten mit scharfem historischen Blicke geordnet und gefügt. (Wir verweisen nur auf den Kampf Abrahams mit keäorlaomer und die göttliche Erscheinung, die ihm gleich nach diesem Kampfe zu Theil wird; ferner den Zusammenhang und die Begründung der Empörung koraeks und die vorausgegangene Strafe bei den Kundschsstern.) Nichts desto weniger aber ist diese Geschichte mit jener Wärme geschrieben, wie sie einem wahrhaft religiösen Gemüthe eigen ist, und die fähig ist, andere Gemüther zu erwärmen. Dies in Betreff dieser Geschichte überhaupt. Wir kommen aber noch zu einem besonders wichtigen Punkte. Wer die Schwierigkeiten kennt, wenn es gilt ein Buch für die Jugend zu schreiben, der wird das Verdienst des Herrn Verfassers doppelt zu würdigen wissen. Den Verhältnissen angemessen, finden wir das patriarchalische Leben still und gemüthlich geschildert; da hingegen, wo die jüdische Geschichte mit eingreifend in die Weltgeschichte ist, finden wir den würdigen historischen Ton. Vortrefflich verstand der Herr Verfasser durch einzelne Pinselstriche bald die Syrer, bald die Griechen, bald die Römer zu schildern und es erinnert die meisterhaste Darstelluug an Hebbels „Herodes und Mariamne". Der Verfasser, der mit ausgezeichnetem Erfolge seit Jahren an der hiesigen Religionsschule lehrt, und viele Verdienste um den Religionsunterricht, und dadurch auch um die Jugend in F

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