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Der israelitische Volkslehrer · 1852-07-01 · Heft 7 (Juli 1852) · page 10

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 7 (Juli 1852)
Date
1852-07-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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1«2 Predigt. daß sie selbst die Natur in ihrem Wirken und ihrer Gesetzmäßigkeit begreifen, gebt ihnen aber nicht gleichzeitig den Glauben an den Gott des Himmels und der Erde — so ist ihr Geist zwar erleuchtet, aber das Herz nicht erwärmt, sie sind und bleiben kalte Verstandesmenschen! Was nützt aber das Licht in einer Wohnnng, wenn man es vor Kälte nicht darin aushalten kann? Der Kopf nicht allein, auch das Herz fordert seinen Unterhalt, und das Herz ist die Quelle des Lebens, und diese Quelle empfängt ihre Nahrung aus den Höhen Gottes, aus der Religion — ist aber die Quelle verschlossen, dann wird bald alles Leben vertrocknen. — Darum, Gel., sei auch im Hause unser Losungswort: wir sind von ebräischer Gestnnungsart — das Kind muß es sehen und fühlen, an Allem, was im Hause vorgeht, daß hier ein acht israelitisches Haus, ein Gotteshaus, die Pforte des Himmels sei.- Woran soll der Mensch sich halten, wenn das Unglück ihn niederbeugt, und er nicht sprechen kann: haben auch Vater und Mutter mich verlassen, Gott wird mich geleiten? (Pf. 27,10.) wenn ihm nicht dieser Gott bleibt, der die Stimme des Armen höret, und ein Vater der Wittwen und Waisen ist? — Bedenket, Gel., was unsere Vorfahren erduldeten! Zurückgesetzt und verachtet, verhöhnt und verstoßen — wo hätten sie Ersatz finden können und wo Kraft und Ausdauer, diesen Jammer und dieses Elend zu ertragen, wenn sie nicht in ihren Häusern gesprochen hätten: wir sind Hebräer und fürchten den Gott des Himmels, und was Gott thut , das ist wohlgethan? — O, wir möchten diese Ahnen um ihre Frömmigkeit beneiden, sie war ihnen ein Trost im Elend und eine freudige Hoffnung für die Zukunft. Je finsterer es auf Erden für sie geworden, desto Heller erschien ihnen der Himmel erleuchtet, sie einladend zum herrlichen Genüsse und zum Ersätze für alle Leiden. — Aber wie vermögen wir, so mögen Manche einwenden, wie vermögen wir unsre Kinder, die wir für die Welt zu erziehen haben, und wir selbst, die wir in und mit der Welt leben, wie Vermögen wir die religiöse Pflege und das religiöse Leben festzu-

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