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Der israelitische Volkslehrer · 1852-07-01 · Heft 7 (Juli 1852) · page 9

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 7 (Juli 1852)
Date
1852-07-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Ich bin ein Hebräer. II. Diesen Namen sollen wir aber auch bewähren in unsern Häusern, bewähren in dem Sinne eines Abraham, von dem Gott selbst sagt: (1 M. 18, 19) ich habe ihn erkannt, daß er auch seine Söhne und alle Angehörigen seines Hauses unterweise nnd anleite, den Weg des Herrn zu wandeln, Tugend und Recht zu üben. — Und das rühmt Gott an der Stelle, wo unmittelbar vorher die Gastfreundschaft Abraham's und unmittelbar nachher die Sittenverderbniß und der Untergang Sodoms berichtet wird, und hat dieses offenbar keine andre Verbindung, als den Nachkommen Abrahams zu zeigen, wie jener, umgeben von Schlechtigkeit und Entartung, dennoch in seinem Hause dem Herrn einen Altar errichtet, wie er der Erkenntniß Gottes hier eine Pflanzstätte geschaffen, daß sie Früchte trage für alle folgenden Zeiten. So, Gel., müssen auch wir für den Glauben und die Wahrheit im Hause, aus dem Gebiete der Familie eine Baumschule anlegen und die jungen Sprößlinge frühzeitig mit der Erkenntniß des Höheren und Göttlichen bekannt machen. Denn, Gel., was der vielgeprüfte, erfahrungsreiche David erkannte und was sein weiser forschender Sohn ihm nachgesprochen: Gottesfurcht ist der Anfang aller Erkenntniß; (Ps. III, 10. — Spr. 1, 7) das ist auch heute noch wahr und wird es ewig bleiben. — Das Leben verlangt mehr als Glauben und Glaubenskenntniß, das gebe ich zu, das kann und wird Niemand bestreiten — wir können der Jugend mit dem Blick in den Himmel die Richtung auf Erden nicht bahnen — sie müssen nicht nur glauben, sie sollen auch wissen, wissen, was das Leben erheischt und der Beruf erfordert, und wie Bildung des Herzens und Geistes den Menschen fördert. Aber diese Bildung schließt die Glaubenswärme nicht aus, sie ist vielmehr von ihr bedingt und abhängig. Versucht es, Gel., gebt den Kindern die feinste Bildung, daß sie ihre Gedanken in verschiedenen Sprachen äußern können, daß sie Kenntniß haben von den Ländern und Völkern der Erde

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