Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1852)
- Date
- 1852-07-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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154 Die Reform. Ist gesprengt des Eises Rinde Durch des Stroms gewalt'ge Macht, Daß sich leichter dann entwinde, Pflanz' und Baum in schönster Pracht: Dann, o Mensch, dann dankst du gerne Für erlittenen. Verlust; Was du zagend sahst von Ferne, Hebt Dir nahe froh die Brust. Fürchtet nicht den Strom der Zeiten, Schwemmt er Berg' und Hügel fort — Scheinbar nur find seine Leiden — Fest steht unser Fels und Hort! Was zerstört liegt, läßt er wieder Neugestaltet ausersteh'n; Nur die Formen reißt er nieder, Doch der Geist wird nie vergeh'n. — W......den 2. Juni 1850. Joseph Sachs/ Lehrer. - - SS. Die drei Brüder, oder die ächte Reform. (Vom Herausgeber.) Eine Parabel. Es lebten in einem Hause in derselben Wohnung drei Brüder von verschiedener Natur. Der Eine war ein ausgelassener Mensch, fragte nichts nach Gott und nach der Welt und quälte die beiden Anderen mit seinem Leichtsinn und frevelhasten Spotte. Der Andere war entgegengesetzter Art; trübselig, mürrisch, überall Sünde und Missechat witternd, wo vernünftiger Sinn nur unschuldigen Lebensgenuß erblickt, quälte er die beiden Anderen durch sein grämliches Wesen. Der dritte Bruder aber glich keinem von beiden und war doch besser als beide; er trug Gott und die Menschen liebend im Herzen, war froh mit den Frohen und traurig mit den Traurigen, und war ebendadurch seinen