Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1852)
- Date
- 1852-07-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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(Juli 1852.) —-°H>o— 2S. Die Reform. Rauschend stürzt der Strom hernieder Von des Felsens steiler Höh'; Und zerstörend schlägt er nieder, Gleich der sturmbewegten See. Lösend dringet sein Gewässer Selbst in festgefügten Raum; Bricht die Riegel, sprengt die Schlösser, Knicket Pflanzen, bricht den Baum. ^- Wenn die Well'n dann nicht mehr kreisen, Wenn der Strom nun ruhig fließt; Dann statt tadeln wirst Du'preisen, Daß aus Herbem Süßes fließt. — Freund, der Strom, den wir befingen, Ist der mächt'ge Strom der Zeit; Rings will er die Welt bezwingen, Haßt den Schein, will Wirklichkeit. Brauch, Gewohnheit soll'n ihm weichen! Immer vorwärts, nie zurück! Das ist unsrer Zeit nun eigen, Flieht auch drob manch stilles Glück. Formen schwinden und zerstieben Vor des Geistes Fackelschein; Werke, die wir heute üben, Sollen Geistes Kinder sein. Das, was in der Zeit entsprungen, Th eilet fort und fort ihr Loos — Uns'rer Zeit auch ist gelungen Manches Werk, das schön und groß. Weg denn Heerling! reist, ihr Trauben! Reife, schöne, bejfre Zeit; Heilig doch halt' ich am Glauben, Glaub' an Gott und Ewigkeit. —