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Der israelitische Volkslehrer · 1852-06-01 · Heft 6 (Juni 1852) · page 13

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 6 (Juni 1852)
Date
1852-06-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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ConsirmaLions - Handlung. 139 man nehme den Platz nicht ein, wo der Vater gewöhnlich steht, man setze sich nicht an seinen Ort, man widerspreche ihm nicht, selbst wenn man sich im Rechte weiß; (Kiääu8ekin ZI, 2); wenn er sinnig ausführt: das Kind möchte den Vater mehr fürchten, deßhalb stellt die Schrift bei der Furcht die Mutter voran, ivtt w'tt l'HdN; während wiederum das Kind die Mutter mehr ehren möchte, deßhalb stellt die Schrift bei der Ehre den Vater voran, "M NM "l'Htt NN um zu zeigen, daß die kindlichen Pflichten b ei d e n Eltern gl ei chm ä ß i g zu erweisen seien (das. 3l, 1 *); wenn er ferner den Ausspruch thut: wenn die Menschen Vater und Mutter ehren, dann rechnet es ihnen Gott so hoch an, als hätten sie in ihrer Mitte einen Tempel zu seiner Verehrung errichtet (das. 30, 2); wenn er dann aufführt die frommen Werke, deren Zinsen der Mensch schon auf Erden genießt, während die Hauptsumme ihm für die Ewigkeit gesichert ist, und an die Spitze derselben stellt vtzl 2tzt die Verehrung von Bater und Mutter (I>eak I, 1): so haben diese und unzählige ähnliche Aussprüche, die in's Volk sich einlebten, gar tief eingewirkt, einen unberechenbar heilsamen und versittlichenden Einfluß ausgeübt. Wir in unserer Kindheit — wer hätte es gewagt, auf den Ort des Vaters sich zu setzen? — Mit Ehrfurcht denke ich noch des einfachen Stuhles meines sel. Vaters! Er war mir, wie gewiß jedem religiös erzogenen Kinde, ein heiliger Gegenstand. — So waltete die Religion unsichtbar im Hause unserer Eltern und umgab die sichtbaren Stellvertreter Gottes mit einer höheren Glorie und Gewalt. Gestehen wir es ein, Glaubens- und Zeitgenossen! täuschen wir uns nicht selbst: diese Furcht und heilige Scheu vor den Eltern hat abgenommen in unserem Geschlechte, hat sehr abgenommen auch unter den Israeliten, und eine Hauptursache davon ist die Abnahme der Furcht vor Gott. Hütet euch, das religiöse Leben noch mehr versinken zu lassen; seid nicht so gleichgültig und strafbar fahr- *1 "wH ,5^1^ 2dH Ott Q'NPNI ."1122^ 25^ 28 O'NPN! 1122^ ^2 ttllQ? ^2 O'lw ONNAW Uawrüu. eax. VI, 2. —

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