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Der israelitische Volkslehrer · 1852-06-01 · Heft 6 (Juni 1852) · page 6

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 6 (Juni 1852)
Date
1852-06-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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DaS israelitische Confirmatwnsfest meinde. Hier ist dem Redner Gelegenheit geboten, Das, was er auf dem Herzen hat, in die offenen Herzen einzuführen; Gegenstände, welche die Jugenderziehung, namentlich die religiöse, betreffen, sind hier am rechten Orte, um Aufnahme und Beherzigung zu finden. — Tert und Thema sind so zu wählen, daß sie eine Brücke zur Anrede an die Eon firm a nd en bilden. Dieser geht ein von den Kindern unisono gesprochenes deutsches Gebet voran, welches, in vorbereitenden Stunden eingeübt, seines Eindrucks nicht verfehlt; die gemeinsame Aussprache führt die junge Schaar gleichsam wie eine betende kleine Gemeinde in die Mitte der größeren ein. In der Rede selbst ist Gelegenheit geboten, die Kinder im Geiste noch einmal in die Kindheit zurückzuführen, an die Betrachtung i>er ersten sechs Lebensjahre die Verpflichtung gegen das Elternhaus, an die Vorführung der folgenden Lebensjahre die Verpflichtung gegen die Schule anzureihen, und mit der Betrachtung des Confirmandenjahrs, dieser so wichtigen Uebergangszeit, auf die Confirmationshandlung selbst überzugehen. — Ueber diesen Namen hier einige Worte! Es ist den israelitischen Lehrern längst klar geworden, daß diese Handlung bei den Israeliten eine ganz andere Bedeutung habe und haben müsse, als bei den Christen. Das christliche Kind wird durch die Taufe der Heidenwelt, dem diabolischen Regimente, entzogen, und tritt erst mit dieser, unbewußt, in die christliche Gemeinschaft ein; es ist daher die „Confirmation" eine -,Bestattigung" dessen mit Bewußtsein, was ehedem mit dem Kinde unbewußt vorgenommen wurde. Anders im Judenthume. Nach seinem Lehrbegriffe treten Jsraelite und Israelitin durch die Geburt in den göttlichen Bund ein; es kann also die Confirmation hier keine Bestätigung sein, indem das Judenthum bei den von israelitischen Eltern abstammenden Kindern ein Sein im Bunde, keine Aufnahme oder Eintreten in denselben statuirt. Es wäre deßhalb allerdings zu wünschen, daß ein Namen für diese Handlung gefunden würde, welcher mehr dem Begriffe des „Lar-Ni2>va" entspräche; doch thun Namen nichts ^ur Sache, wenn nur der richtige Begriff festgestellt wird. Es muß daher in unserem Confirmandenunterrichte oft darauf hingewiesen werden/ daß der Ausdruck:

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