Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1852)
- Date
- 1852-06-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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in der Hauptsynagoge zu Frankfurt a. M. 131 der natürlichen Begabung ein Kind vorteilhafter hervortreten als das andere; Äengstlichkeit, Scheu, auch Eitelkeit und Ehrgeiz machen sich geltend, während bei der Confirmationsfeier die kindlichen Gemüther alle in gleich froher, reiner und gehobener Stimmung sein sollen. Endlich halte ich es für sehr gut, daß im Prüfungsakt eine Handlung gegeben sei, welche auf das Fest vorbereitend und heiligend einleite O^N QNUNs?1> Es sind deßhalb die Kinder aufzufordern, wie sie heute öffentlich geprüft wurden, so während der Zeit bis zum Feste im Stillen sich selbst zu prüfen; und Eltern und Lehrer bezeugten mir oft zu meiner großen Freude, daß die Kinder die Bedeutung dieser Zwischenzeit erkennen und sie in stiller Zurückgezogenheit und erhöheter Seelenstimmung nützen. — Unsere Confirmation findet am zweiten Tage des Wochenfestes statt, welchem wir deshalb (vgl. den betr. Art. über die zweiten Feiertage im Aprilhefte, Nr. 15) eine besondere Bedeutung vindizirt haben. Am Morgen dieses Tages findet ein Frühgottesdienst um 7 Uhr statt, wo Lekaekarltk und Alu-saxk zusammen abgehalten werden, indem wir gefunden haben, daß, wenn die Confirmation in den gewöhnlichen Gottesdienst eingeschaltet wird, durch das Verlassen des Gotteshauses von Seiten des größeren Theiles der Anwesenden der Gottesdienst an Würde verliert, die höhere Stimmung, welche die Feier hervorgerufen, entweicht, und so die folgende Thoravorlesung und das Musaph wie hängende Glieder nachschleppen, was namentlich auf die confirmirten Kinder einen herabstimmenden Eindruck hervorbringt. Es bildet deshalb unsere Confirmationsfeier, als ein harmonisches Ganzes, einen Gottesdienst für sich, welcher um halb zehn Uhr seinen Anfang nimmt. Ein feierliches Halleluja (Pf. 111) leitet denselben ein, während dessen die Confirmanden paarweise in das mit dem Schmucke der Jahreszeit gezierte Gotteshaus einziehen. In diesem ist der obere Raum für die heilige Handlung abgeschlossen; auf einer Estrade befindet sich der Redepult; um diesen herum die Sitze für die Confirmanden; um diese herum reservirte Plätze für die Väter und Mütter, Lehrer, Gemeinde- und Schulvorsteher. — Die Handlung beginnt mit einer Einleitungsrede an die versammelte Ge-