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Der israelitische Volkslehrer · 1852-06-01 · Heft 6 (Juni 1852) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 6 (Juni 1852)
Date
1852-06-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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in der Hauptsynagoge zu Frankfurt a. M. 129 theoretisch ebenso einfachen als praktisch wirksamen Eintheilung gelangt. Die erste Abtheilung „Geschichte" gibt Gelegenheit, am Geiste des herangereiften Schülers alle die großen Erscheinungen unserer religiösen Vergangenheit und das reiche biblische, talmudische und rabbinische Schriftenthum in kurzen Umrissen vorüberzuführen und ihn auf diese Weise von vornherein mit Selbstgefühl und mit Liebe für das Judenthum zu erfüllen. Ich habe gefunden, daß namentlich dieses Capitel nicht blos von den Confirmänden, sondern auch von deren Eltern mit besonderem Interesse aufgenommen wurde; denn es ist leider der gebildete Jude überall mehr zu Haus als zu Hause, auf dem Gebiete der eigenen, großen Religionsgeschichte. — Die zweite Abcheilung „Lehre" (Ikora.) gibt Veranlassung, den Schüler mit den unterscheidenden Religionswahrheiten des Judenthums bekannt zu machen. Ich stelle hier das „Schema Jisrael" als einziges Haupt- und Grunddogma an die Spitze und leite daraus s ü nf weitere Grundlehre n her: die Wesenheit und Persönlichkeit Gottes, die Schöpfung, Erhaltung und Regierung der Welt durch Gott, die Geistigkeit Gottes; also das höchste Wesen erfaßt an und für sich, in Beziehung zur Welt und in seiner Erhabenheit über der Welt — vorweltlich, innerweltlich und überweltlich. Aus den fünf Grundlehren entwickele ich naturgemäß die zehn Eigenschaften Gottes; aus dem Dasein Gottes: Einheit und Ewigkeit; aus der Schöpfung: Macht und Weisheit; aus der Erhaltung: Allgegenwart und Allwissenheit; aus der Regierung: Güte und Grechtigkeit; aus der Geistigkeit: Heiligkeit und Allvollkommenheit. An die Allvollkommenheit Gottes reihet sich die Lehre des Judenthums von der Welt ("MV MTW, vom Menschen (O'N^>tt O^2), von der Tod bringenden Sünde 'Ä N1V von der Nach folge Gottes (12 von der Vervollkommüung des Menschen für eine höhere Welt und dem Voranschreiten der Menschheit zum Reiche Gottes auf Erden (WWQN N1Q'> Ueberall wird hier auf das Charakteristische des Judenthums und den inneren Vorzug seiner vernünftigen Lehren aufmerksam gemacht, um den Schüler für's Leben auszurüsten, damit er dem Zweifel und der Versuchung 11*

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