Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 4 (April 1852)
- Date
- 1852-04-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Kindschast und Erstgeburt. fache der Dinge in unnahbare Ferne gesetzt war; ein Gott, zwischen dem und uns ein Dritter so wenig sich eindrängen darf, als ein Kind des Anwaltes und Fürsprechers nöthig hat, um seine Sache vor den Vater zu bringen — das, Israeliten, das, Mitmenschen, ja, das ist unser Gott! Das ist unser Erlöser in der Zukunft! Das ist unser Befreier in der Vergangenheit! Er, der da spricht: ^1 Ich, und kein Engel! .HIW tt^l Ich, und kein Seraph? ,N^VN 55^1 'Hk Ich, und kein Vermittler. — ^55 Ich bin der Ewige! : INN ^1 ttin Ich bin es, kein Anderer! (Pesach-Hagava.) O Israeliten, lasset euch die Kindschast Gottes nicht streitig machen! Das Verhältniß zwischen Gott und den Menschen ist in keiner andern Religion inniger, und in keiner so naturgemäß dargestellt als in der Lehre Mose's. „Mein Sohn ist Israel!" — 2. Mein Sohn ist Israel, aber auch mein Erstgeborner — »Leekoi-i Iw-ael.« Unser inniges Verhältniß zu Gott soll heute am Geburtstage unserer Glaubensgemeinde von uns beherzigt werden, nicht blos, insofern es es die Kindschaft, sondern auch, insofern es die Erstgeburt Israels betrifft. — Was heißt das aber, Israel ist Gottes erstgeborner Sohn? — Unter allen Völkern der Erde trat Israel zuerst in den Dienst des wahrhaftigen Gottes; unter allen Völkern wurde ihm zuerst klar, daß ein höchstes Wesen in Allmacht, Weisheit und Güte väterlich die Welt regiert; unter allen Völkern wurde ihm deshalb die Aufgabe zu Theil, gleich dem Erstgebornen des Hauses Stammhalter zu sein, des Vaters Namen durch alle Länder und Geschlechter zu tragen. Israel wurde das auserwählte Volk Gottes. Sollten wir uns scheuen, dies auszusprechen? — Begreifen müssen wir's, damit es uns nicht auf Abwege verleite. Gott hat auch andere Völker erwählt. Er hat die